Pfarrbrief, 20. Dezember 2020 bis 10. Januar 2021

Liebe Gemeinde,

 

in diesem Jahr möchte ich meinen Weihnachtswunsch in ein kleines Gedicht von Hilde Domin fassen:

 

„Nicht müde werden,

sondern dem Wunder

leise

wie einem Vogel

die Hand hinhalten.“

 

Das Wunder von Weihnachten ist nichts, was wir selber machen können oder durch gute Vorbereitung in den Griff kriegen. Es stellt sich dort ein, wo Gott sich auf einmal an unserer Seite zeigt: „Ich bin da.“ So hat er es dem Mose verheißen, als der ihn nach seinem Namen fragte: „Ich werde da sein“ (Ex 3,14). Wohin immer euer Weg führt, ich werde da sein.

 

Hilde Domin, gestorben 2006, war eine deutsche Dichterin jüdischen Glaubens. Viele Jahre ihres Lebens hat sie auf der Flucht vor den Nazis verbracht. Erst mit 40 Jahren hat sie ihr erstes Gedicht geschrieben. Seither ist sie mit ihren Gedichten unzähligen Menschen zur Trösterin und treuen Weggefährtin geworden. Sie weiß davon, dass sich mitten im Leben, mitten im Dunkel dieser Welt und in unseren persönlichen Engpässen das Wunder Gottes ereignen kann. Das Wunder eines neuen Anfangs, das Wunder neuen Vertrauens zum Leben, eines tiefen Friedens.

Darum sollten wir ihre Einladung an uns gerichtet sein lassen, auch angesichts der Corona-Krise, die für uns alle nach wie vor eine riesige Herausforderung ist und viel Kraft kostet, physische und psychische.

 

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Pfarrei ein hoffnungsvolles und frohes Weihnachtsfest und Zuversicht im Neuen Jahr!

 

Ihr

 

 

 

 

Pfarrer Jörg Buß

 

(Hilde Domin, Gesammelte Gedichte, Frankfurt 1987, S. 294)

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Pfarrbrief, 22. November bis 06. Dezember 2020

Liebe Gemeinde!
Der Christkönigssonntag ist das Patronatsfest unserer Gemeinde. Er bringt die einfache, aber immer auch schwierige Wahrheit zum Ausdruck, dass Christus Grund und Ziel unseres Lebens ist. Daran dürfen wir immer wieder Maß nehmen, als Gemeinde wie auch ganz persönlich.
Das Evangelium an diesem Festtag spricht vom Kommen Jesu, ebenso auch das Evangelium des ersten Adventssonntags. Mit dem Kommen Je-su verbindet sich der Glaubensartikel des Gerichts.
Dies alles ist und bleibt eine Hoffnungsbotschaft. Wir werden Christus einmal endgültig begegnen. Die Wahrheit des eigenen Lebens bleibt uns im Angesicht des liebenden Gottes nicht erspart. Dass hier nicht nur Sie-gergeschichten offenbar werden, ist offenkundig. Aber als gläubige Men-schen dürfen wir voll Hoffnung sein, dass Christus, immer auch in der ei-genen Anerkenntnis der Schuld, an uns barmherzig handeln wird.
In der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigung“, die in ökumenischer Weite verantwortet wird, heißt es: „Wir bekennen gemeinsam, dass die Gläubigen sich auf die Barmherzigkeit und die Verheißungen Gottes ver-lassen können. Auch angesichts ihrer eigenen Schwachheit und mannig-facher Bedrohung ihres Glaubens können sie kraft des Todes und der Auferstehung Christi auf die wirksame Zusage der Gnade Gottes in Wort und Sakrament bauen und so dieser Gnade gewiss sein.“
Ihnen allen eine gesegnete Zeit!
Ihr Dr. Rüdiger With, Pastor

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Pfarrbrief – 22. November bis 06. Dezember 2020

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Pfarrbrief, 08. bis 22. November 2020

Liebe Gemeinde!
Mit großen Schritten gehen wir auf das Christ-König-Fest, dem Patronats-fest der Gemeinde, zu und dem Ende des Kirchenjahres entgegen.
Der Evangelist Matthäus ruft uns in den Gleichnissen dieses und des nächsten Sonntags dazu auf, klug die Zeit bis zur Wiederkunft des Herrn zu gestalten. Da sind einerseits die fünf Jungfrauen. Sie haben nicht nur ihre Lampen, sondern auch einen ausreichenden Vorrat an Öl mitgenom-men, um dem Bräutigam mit brennenden Lampen entgegen zu gehen. Am Sonntag darauf verteilt ein Mann Talente an seine Knechte, bevor er auf Reisen geht. Als er zurückkommt, fordert er Rechenschaft. Auch in diesem Gleichnis gibt es klug Handelnde, in beiden Evangelien gibt aber auch die Törichten. Bei Matthäus lesen wir diese Gegenüberstellung des Öfteren. Die Klugen werden eingeladen am Tisch des Herrn Platz zu nehmen. Das ist die „frohe Botschaft“ dieser Texte.
Christinnen und Christen sollen nicht nur die Botschaft Jesu hören, sondern nach ihr handeln – klug und konsequent. Damit wir nicht dem „Kleinglauben“ erliegen, ermahnen uns die Texte ebenso, nicht töricht bzw. dumm zu sein. Wer erkennt, dass er oder sie im Begriff ist, im Sinne des Evangeliums eine Dummheit zu begehen, kann umkehren und sein Leben ändern. Auch dafür gibt es Beispiele in den Evangelien.
Ihnen allen einen gesegneten Sonntag und behüte Sie Gott!
Cornelia Dicke

 

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23. Pfarrbrief – 08. bis 22. November 2020, 08.11.2020

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Pfarrbrief, 27. September bis 25. Oktober 2020

Liebe Gemeinde!

Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir das Erntedankfest. Es ist unser Dank an Gott für die Vater-unser-Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute“ (vgl. Mt 6, 11; Lk 11, 3).

Das Erntedankfest stellt uns immer wieder neu eine Grundgegebenheit des Lebens vor Augen: Wir leben nicht allein aus uns heraus. Das Wesentliche unseres Lebens wird uns geschenkt.

Das ist ein starker Impuls, sich als Teil von Gottes Schöpfung zu verstehen und im Einklang mit ihr zu leben. Es geht um das ehrliche Bemühen, sorgsam und nachhaltig in und mit Gottes Schöpfung zu leben.

Ihnen eine gesegnete Zeit!

Ihr Dr. Rüdiger With, Pastor

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Pfarrbrief-27.-September-bis-25.-Oktober-2020

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Pfarrbrief, 13. bis 27. September 2020

Liebe Schwestern und Brüder!

Ich habe vor einigen Tagen an einem Studientag der Diakone teilnehmen dürfen, bei dem es um das Thema „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kircheging.
Zu Beginn des Treffens berichtete Weihbischof Johannes Wübbe von einem Regionaltreffen
des Synodalen Weges, an dem er teilgenommen hatte. Der Synodale Weg beschäftigt sich in einem der fünf verschiedenen Foren mit dem Thema, das auch für den Studientag gewählt wurde. Irgendwie sind „die Frauen in der Kirche“ in gewisser Weise, aber in allen fünf Arbeitskreisen, Bestandteil der Diskussionen – mal mehr, mal weniger. Während unseres Studientages wurde dann bei den Diskussionen sehr deutlich, dass die Geschlechtergerechtigkeit von Frauen und Männern in vielen Be- reichen der Katholischen Kirche noch sehr ausbaufähig ist.

Ein Thema des Synodalen Weges ist auch die Corona Pandemie, die die Verantwortlichen unserer Katholischen Kirche getroffen hat und uns in den nächsten Jahren herausfordert. Kaum einer aus den Leitungsgremien, besonders unser Bischof Dr. Bode, kann erkennen und voraussagen, was das für die Zukunft und Gemeinschaft der Kirche bedeutet. Es stellt sich immer mehr die Frage: Werden die Menschen nach der Entwöhnung durch einge- schränkte Gottesdienste, von Begegnungen in Gruppen und Verbänden, sowie Festen und Wallfahrten, noch den Weg zur Kirchengemeinde zurück- finden? Und wenn ja, wie viele werden es dann noch sein, wenn doch der überwiegende Teil der Christen alles im Fernsehen und Internet mitfeiern kann?

Ich denke an dieser Stelle, dass unser aller Gebet zum Heiligen Geist für die nächsten Monate und Jahre ganz wichtig sein wird, um das Gemeinde- leben wieder zu beleben. Aber auch unser Gebet für „Den Synodalen Weg“ für alle Teilnehmenden die um einen zukunftsweisenden Weg unserer Kirche ringen, mit vielen Frauen in der Verantwortung und Leitung, ist besonders wichtig. Lassen Sie uns für diese Herausforderungen immer wieder beten!

Ihnen / Euch allen wünsche ich eine gute Zeit und bleiben Sie gesund.

Diakon Stephan Fielers

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Pfarrbrief, 13. bis 27. September 2020

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