Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!
Das Dreifaltigkeitsfest, das an diesem Sonntag gefeiert wird, ist ein Fest, das weder zur Oster- noch zur Weihnachtszeit gehört. Es steht für sich, denn das Thema ist hochtheologisch. Wir glauben an den einen Gott in drei Personen: VATER / SOHN / HEILIGER GEIST. Unsere Glaubensgrundlage.
Am Donnerstag danach folgt das Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam. Es bringt in besonderer Weise zum Ausdruck, dass Jesus Christus mit seinem pilgernden Volk unterwegs ist, mit uns. Die Freude über seine Gegenwart prägt dieses Fest und das zeigen wir in unserer Gemeinde in diesem Jahr mit einem Open-Air-Gottesdienst am Vorabend von Fronleichnam in St. Walburga. In einer kleinen Prozession machen wir uns mit Jesus in der Monstranz auf den Weg, zeigen ihn den Menschen und tragen ihn in die Kirche St. Walburga.
Die angehenden Kommunionkinder mit ihren Eltern und viele andere Menschen aus unserer Gemeinde werden diese Prozession begleiten, um zu bezeugen, dass wir an Jesus glauben und den Weg mit ihm gehen.
Bei verschiedenen Gesprächen in den letzten Jahren, erzählten Gemeindemitglieder von prachtvollen Prozessionen, mit geschmückten Wegen, Blumenteppichen und aufwendig gestalteten Stationen in ihren früheren Heimatgemeinden. Auch ich kenne das aus meiner Kindheit im katholisch geprägten Emsland. Leider haben wir hier in der Diaspora nicht so viele Menschen und Möglichkeiten, es so zu gestalten, wie es früher war. Doch machen wir uns auch mit Jesus auf den Weg und erfreuen uns dabei an der Natur am Wegesrand. Dort stehen auch viele Blumen, bunte Sträucher und Bäume. Zeigen wir unsere Freude über Jesus Christus.
Ich lade Sie herzlich zu diesem Open-Air-Gottesdienst mit der Prozession ein.
Ihnen allen eine erholsame und gute Zeit.
Schöne Grüße Diakon Stephan Fielers
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Pfarrbrief vom 12. bis 26. Juni 2022
Pfarrbrief archiv
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Katholische Kirchengemeinde CHRIST KÖNIG Emden Pfarrbrief zum 5. Fastensonntag, 29. März 2020 Liebe Gemeindemitglieder, da wir uns in der Kirche nicht begegnen können, möchte ich Ihnen allen auf diesem Wege einen ganz herzlichen Gruß aus dem Pfarrhaus schicken. Und ich möchte ein paar Hinweise geben auf Angebote, die gut tun und Zuversicht wecken können. Gottesdienste Derzeit gibt es keine öffentlichen Gottesdienste. Wir Priester feiern aber...
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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer