HAUSGOTTESDIENST AM OSTERMONTAG

HAUSGOTTESDIENST AM OSTERMONTAG

HAUSGOTTESDIENST AM OSTERMONTAG 13. April 2020

ABLAUF DES GOTTESDIENSTES

Lied: Christ ist erstanden (GL 318)

Eröffnung
Im Namen des Vaters…

Einstimmung
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens. (vgl. GL 557)
Sei hier zugegen in unsrer Mitte.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
Lös unsre Blindheit, dass wir dich sehen.
Zeig deine Nähe, dass wir dich spüren
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
Sei hier zugegen mit deinem Leben,
in unsrer Mitte, Gott bei den Menschen.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
Zeig uns dein Angesicht, gib uns das Leben.
Komm sei uns nahe, damit wir leben.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
In dieser Stunde, Gott sei uns nahe.
An diesem Ort sei unser Friede.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.

Gott, du wartest auf uns, bis wir geöffnet sind für dich:
Wir warten auf dein Wort, Jesus, das Wort deines Friedens.
Amen.

Lied: Gelobt sei Gott im höchsten Thron (GL 328)

Evangelium (Lk 24,13-35)

Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Impuls
Die Emmaus-Geschichte vermag uns in der Tiefe anzurühren. Zwei Jünger wenden sich von Jerusalem ab und gehen traurig und resigniert zurück in dieses abseitige Dorf. Sie hatten ihre ganze Hoffnung auf Jesus gesetzt. Aber der ist totsicher tot. Mit ihm haben sie auch all ihre Hoffnung zu Grabe getragen. Der Gedanke an Auferstehung ist für sie völlig absurd. Aber ein Rest an Misstrauen gegen das Monopol des Todes ist geblieben, der sie wenigstens miteinander im Gespräch hält. Uns geht es ähnlich wie ihnen. Wenn Hoffnung und Sehnsucht sich nicht erfüllen, zieht man sich in den banalen Alltag zurück. Doch auf dem Weg der Ratlosigkeit und Resignation begegnen sie Jesus. „Ihre Augen waren gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten“ (Lk 24,16). Sie erfahren ihn aber als einen, der zuhört, der mitredet und mitgeht im abendlichen Zwielicht zwischen Hoffnung und Resignation. Und genau das dürfen wir in unserer Ratlosigkeit, Resignation und Traurigkeit auch erwarten. Und wenn uns alles zappenduster erscheint, sollten wir ihre schlichten und herzlichen Worte wiederholen: „Herr, bleibe bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt“ (Lk 24,29). Nicht nur an den Abend des Tages, sondern auch an den Abend unseres Lebens und den Abend der Welt dürfen wir dabei denken. Es ist gut zu wissen, dass Christus unsre Dunkelheit und Umnachtung, auch die der Verzweiflung und des Todes aushält und ausleuchtet.

Lied: Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit (GL 325,1-3)

Meditation

Bleibe bei uns, Herr

Sei bei uns, Herr, auf unserem Weg.
Geh mit uns Schritt für Schritt.
Öffne unsere tauben Ohren.
Lass unsere blinden Augen sehen.
Gib den Verzagten Herzen Mut.
Lass uns in Angst nicht untergehen.
Gib uns von deinem Heiligen Geist,
dem Geist der Eintracht und der Weisheit,
dem Geist der Wahrheit und der Liebe,
damit nicht einer gegen den andren kämpft.
Lass uns in deinem Geist Gemeinde sein
Und weitersagen, was uns im Glauben stärkt.
Lass uns dich finden in der Tischgemeinschaft,
die um dein Brot versammelt ist.
Damit im Zeichen des gebrochenen Brotes
Wir dich erkennen als den Herrn,
der uns in Liebe auf dem Weg begleitet
und uns als Boten ausschickt in die Welt.
Wir bitten, bleibe bei uns, Herr,
jetzt und an jedem Tag. Amen.

Das Gebet des Herrn
Vater unser im Himmel…

Segen
Der Herr segne und behüte uns, der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig; er wende uns sein Angesicht zu und schenke uns seinen Frieden!

Schlusslied: Dir danken nun, Herr Jesus Christ (GL 771,3)

(Pfarrer Jörg Buß)

Heilige Woche

Heilige Woche

Heilige Woche

Liebe Gemeinde,

liebe Leserinnen und Leser!

Der Palmsonntag ist das Eingangstor zur Heiligen Woche, der wichtigsten Woche für uns Christinnen und Christen im Kirchenjahr. Am Palmsonntag gedenken wir des Einzugs Jesu in Jerusalem. Unser Evangelium heute bezeugt Jesus im Rückgriff auf Bilder des Alten Testament als Messias. Das ist für mich immer wieder das Außerordentliche: Jesus, der Messias, Gottes Sohn geht den Weg der Niedrigkeit, des Leidens, den Weg zum Kreuz in den Tod. Ganz offensichtlich geht Jesus den Weg des Willens seines Vaters. Vielleicht werden wir entsetzt fragen, was das für ein Vater ist.
Warum geht Jesus diesen Weg? Ich muss gestehen, dass ich im letzten keine Antwort finde. Um so erstaunter, um so verlegener darf ich Gottes Größe preisen mit Worten aus dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms: „Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“
Wenn wir Eucharistie feiern, wird dieses Geheimnis immer neu lebendig. „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Dieses zentrale Wort der Eucharistiefeier möge uns den Weg weisen in dieser Heiligen Woche.
Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes Segen!

Ihr Dr. Rüdiger With, Pastor

gs and even apply custom CSS to this text in the module Advanced settings.

Liebe Geschwister im Glauben

Liebe Geschwister im Glauben

Liebe Geschwister im Glauben,

als ich mit den Kommunionkindern über die Taufe sprach, erzählte ich ihnen, dass wir als Getaufte “Kinder Gottes” sind und damit alle Geschwister (deshalb die etwas ungewohnte Anrede zu Beginn).

Manchmal leben Geschwister weit von uns entfernt und doch sind wir ihnen verbunden. So können auch wir uns als Gemeinschaft in diesen absolut außergewöhnlichen Kar- und Ostertagen miteinander verbunden wissen. Vieles fühlt sich in diesen Tagen fremd und ungewohnt an. Dieses Gefühl teilen wir alle miteinander: Den Kindern fehlen Schule und ihre Spielkameraden; die (Arbeits-)Welt vieler von uns hat sich erheblich verändert, Osterbesuche müssen verschoben werden…

Zu den Tagen der “Heiligen Woche”, von Palmsonntag bis Ostern, lade ich Sie ein, den Veränderungen eine “spirituelle Dimension” hinzu zu fügen. Gestalten Sie diese Tage in der Familie auch im Zeichen des Glaubens.

Unten finden Sie einen Vorschlag zur Segnung der Palmzweige und für die Kinder das gewohnte Sonntagsblatt. Hatten Sie schon Gelegenheit mit den Kindern einen Palmstock zu basteln? Sonst genügen auch ein paar andere grüne Zweige. Vielleicht haben Sie auch Lust, wie ich vor dem Laptop sitzend, den Palmsonntagsgottesdienst um 11:00 Uhr mit dem Bischof Bode zu feiern (www.bistum-osnabrueck.de/live-gottesdienste).

Herzliche Grüße
Cornelia Dicke
Pastorale Mitarbeiterin

Textvorschlag für Segnung der Palmzweige

Kinder-Sonntagsblatt zu Palmsonntag