Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!
Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?
Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören, gibt sicher keine endgültige Antwort auf solche schweren Fragen, aber sie gibt Fingerzeige: „Ich habe das Elend meines Volkes gesehen, und ihre laute Klage habe ich gehört. Ich kenne ihr Leid. Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen…“ (Ex 3,7-8). Nein, sagt diese alte Erzählung. Gott hält sich nicht heraus. Er kriegt mit, was auf der Erde läuft. Er sieht die Gewalt, er hört das Schreien der Menschen, er weiß um das Leid. Diese Botschaft ist tröstend, ermutigend. Und sie fordert uns auf, unseren Möglichkeiten entsprechend, das Leid der Menschen zu lindern.
Ich wünsche Ihnen einen guten Sonntag und eine gesegnete Fastenzeit!
Ihr Pfarrer Jörg Buß

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Pfarrbrief archiv

Liebe Gemeinde!
Die Schrifttexte in der Adventszeit sind geprägt vom zweifachen Kommen Christi.
Am Anfang des Advents schauen wir auf das Ende der Zeit, auf den, der da kommen wird. Hier ist die Rede von Katastrophen, von menschlicher Bedrängnis im Angesicht schrecklicher Ereignisse. Hier tritt uns das Weltbild der Apokalyptik (Enthüllung) entgegen. Diese Geisteshaltung erhofft die Rettung für uns Menschen durch ein Eingreifen Gottes. Diese Schrifttexte entfalten ihre Hoffnungsbotschaft auf diesem Hintergrund. Sie sind keine Reportagen über künftige Ereignisse. Sie machen uns Mut, dass in aller Not und Bedrängnis, die wir in unserer Zeit erfahren müssen, nicht Angst und Tod das letzte Wort besitzen, sondern Hoffnung und Leben. Christus wird kommen und sein Reich endgültig aufrichten. Gottes Gericht bedeutet Gerechtigkeit für uns Menschen. Die angemessene Haltung für uns Christinnen und Christen ist die der Nüchternheit und der Wachsamkeit. Im weiteren Verlauf der Adventszeit vergewissern wir uns des Urgrundes unseres Heils, Jesus Christus, der ja schon zu uns gekommen ist. Für uns Menschen, um unseres Heiles willen, ist er Mensch geworden. Auf die ihm eigene Weise bereitet Johannes der Täufer uns Menschen auch heute immer wieder auf ihn vor. Schließlich dürfen wir auf Maria schauen, die uns den Erlöser geboren hat.
Die Adventszeit, eine anspruchsvolle Zeit, immer auch mit vielen Ab-lenkungen. Ihnen und uns allen eine gesegnete Adventszeit!
Ihr Dr. Rüdiger With, Pastor

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Pfarrbrief vom 21. November bis 05. Dezember 2021

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!
Mitten in den Sommerferien hören wir täglich von neuen Katastrophen: Waldbrände, starke Dürre, Wasserknappheit in einigen Regionen, Gasversorgungsengpässe und erhebliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln und vielen anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Bei all den schlechten Nachrichten fällt es sicher vielen von Ihnen schwer, sich im Urlaub wirklich zu erholen, da wir nicht absehen können, was noch alles auf uns zukommt.
Der Pfarrbrief, den Sie in den Händen haben, erscheint diesmal für vier Wochen. In dieser Zeit sind im liturgischen Kirchenkalender viele Heilige aufgeführt, deren Gedenktage gefeiert werden oder uns an sie erinnert. Unter anderem sind zu nennen: Johannes Maria Vianney (Pfr. von Ars), Edith Stein, Clara von Assisi, Bernhard von Clairvaux, der Apostel Bartholomäus, Monika, sowie viele andere, uns mehr oder weniger bekannte Heilige.
Vielleicht der größte Gedenktag oder das beachtenswerteste Fest ist am Montag, dem 15. August: „Maria Aufnahme in den Himmel“
In der Bibel wird darüber nichts gesagt, doch die apokryphen Evangelien erzählen ausführlich darüber. Bereits im 6. Jh. ist der Glaube an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel bezeugt. Hinter dem Fest steht die Überzeugung, dass Maria wie jeder Mensch gestorben ist, aber - von den Banden des Todes nicht gehalten wurde - sondern mit ihrer ganzen Existenz bei Gott angekommen ist. Das Marienfest ist letztlich ein Christusfest, denn seine Auferstehung ist die Basis für unser aller Heil. In Maria wird damit anschaulich, was jedem von uns verheißen ist. Ostern geht weiter.
Lassen Sie auch uns für die Heiligen, die uns Vorbilder im Glauben und ihrem Wirken sind, gedenken und für sie beten.
Ihnen / Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende, eine gute neue Woche, unseren Gästen und allen weiterhin erholsame Ferien.
Diakon Stephan Fielers

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Pfarrbrief vom 31. Juli bis 28. August 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!
Mitten in den Sommerferien hören wir täglich von neuen Katastrophen: Waldbrände, starke Dürre, Wasserknappheit in einigen Regionen, Gasversorgungsengpässe und erhebliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln und vielen anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Bei all den schlechten Nachrichten fällt es sicher vielen von Ihnen schwer, sich im Urlaub wirklich zu erholen, da wir nicht absehen können, was noch alles auf uns zukommt.
Der Pfarrbrief, den Sie in den Händen haben, erscheint diesmal für vier Wochen. In dieser Zeit sind im liturgischen Kirchenkalender viele Heilige aufgeführt, deren Gedenktage gefeiert werden oder uns an sie erinnert. Unter anderem sind zu nennen: Johannes Maria Vianney (Pfr. von Ars), Edith Stein, Clara von Assisi, Bernhard von Clairvaux, der Apostel Bartholomäus, Monika, sowie viele andere, uns mehr oder weniger bekannte Heilige.
Vielleicht der größte Gedenktag oder das beachtenswerteste Fest ist am Montag, dem 15. August: „Maria Aufnahme in den Himmel“
In der Bibel wird darüber nichts gesagt, doch die apokryphen Evangelien erzählen ausführlich darüber. Bereits im 6. Jh. ist der Glaube an die leibliche Aufnahme Marias in den Himmel bezeugt. Hinter dem Fest steht die Überzeugung, dass Maria wie jeder Mensch gestorben ist, aber - von den Banden des Todes nicht gehalten wurde - sondern mit ihrer ganzen Existenz bei Gott angekommen ist. Das Marienfest ist letztlich ein Christusfest, denn seine Auferstehung ist die Basis für unser aller Heil. In Maria wird damit anschaulich, was jedem von uns verheißen ist. Ostern geht weiter.
Lassen Sie auch uns für die Heiligen, die uns Vorbilder im Glauben und ihrem Wirken sind, gedenken und für sie beten.
Ihnen / Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende, eine gute neue Woche, unseren Gästen und allen weiterhin erholsame Ferien.
Diakon Stephan Fielers

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Pfarrbrief vom 31. Juli bis 28. August 2022

Pfarrbrief vom 20. November bis 04. Dezember 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mit dem heutigen Christkönigssonntag und der folgenden Woche endet nun das katholische Kirchenjahr.Am Christkönigssonntag feiern und ehren wir Christus unseren Herrn, der König über den ganzen Kosmos ist.Wir Christen glauben an das Königtum Christi und bekennen uns dazu. Jesus, der unserem Leben Sinn und Richtung gibt, bleibt für uns immer wieder neu und herausfordernd, denn er stellt die Welt auf den Kopf....

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Pfarrbrief vom 06. bis 20. November 2022

Liebe Gemeinde!Die Tage werden immer kürzer und dunkler. Allmählich nähern sich die Temperaturen dem an, was wir in dieser Jahreszeit erwarten sollten. In dieser dunkleren und kälteren Zeit sind wir froh, wenn wir warme Kleidung und ein Dach über dem Kopf haben.Wir denken in diesen Tagen besonders an einen Mann, der in so einer Situation einem anderen Mann geholfen hat. Der 17-jährige Martin von Tours trifft um das Jahr 330 n.Chr. herum im...

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Pfarrbrief vom 23. Oktober bis 08. November 2022

Liebe Gemeinde,an unserem Patronatsfest Mitte November endet wieder ein Kirchenjahr. Bis dahin begehen wir noch das Hochfest Allerheiligen, dann Al-lerseelen und weitere Sonntage, an denen wir der Toten gedenken. Sehr präsent steht die Endlichkeit des Lebens vor Augen.Die Natur spiegelt uns diese Vergänglichkeit: gestern noch blühten die Dahlien im Garten, an den Sträuchern färbten sich die letzten Tomaten rötlich. Doch schon spürt man, dass...

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Pfarrbrief vom 09. bis 23. Oktober 2022

Moin, liebe Leserin und Leser,ganz schön was los! In der Ukraine und in Russland, in Deutschland und Europa, in den USA und China, in Lateinamerika und Afrika… Dann kommen natürlich die Lebensherausforderungen jedes Einzelnen dazu und die Herausforderungen, die in unserer Pfarrei Christ König anstehen. Wie schaffen Sie es, bei all dem einen klaren Kopf zu behalten oder - was noch wichtiger ist - ein waches und offenes Herz?Mir hilft immer...

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Pfarrbrief vom 25. September bis 09. Oktober 2022

Liebe Gemeinde!„An Erntedank wollen Christinnen und Christen Gott für die Schöpfung und ihre Gaben danken. Sie sind sich bewusst, dass der Mensch nicht alles in der eigenen Hand hat, sondern sein Leben und alles, was er dafür braucht, letztlich von Gott erhält. Der Mensch ist Teil der Schöpfung, die ihm gleichzeitig anvertraut ist. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung für die Hege und Pflege und damit für die Bewahrung der Schöpfung“....

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Pfarrbrief vom 28. August bis 25. September

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Urlaubsgäste!Am letzten Donnerstag hat bei uns die Schule wieder begonnen und viele hat der Arbeitsalltag vielleicht schon wieder eingeholt. Ich hoffe, alle Kinder und Erwachsene haben sich gut erholt und sind wieder voll aufgetankt.In den beiden nächsten Wochen stehen zwei wichtige Ereignisse auf dem Plan, für unserer Gemeinde, für die Stadt und die Krummhörn.Am Samstag, 3. September findet die 8. Krummhörner...

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Pfarrbrief vom 31. Juli bis 28. August 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mitten in den Sommerferien hören wir täglich von neuen Katastrophen: Waldbrände, starke Dürre, Wasserknappheit in einigen Regionen, Gasversorgungsengpässe und erhebliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln und vielen anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Bei all den schlechten Nachrichten fällt es sicher vielen von Ihnen schwer, sich im Urlaub wirklich zu erholen, da wir nicht absehen können, was noch alles...

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Pfarrbrief vom 10. bis 31. Juli 2022

Liebe Gemeinde!„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.“So wird im Evangelium des fünfzehnten Sonntags im Jahreskreis der Kern des christlichen Handelns beschrieben. Auf die Nachfrage, wer denn der Nächste sei, erzählt Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.Unser „Nächster“ begegnet uns überall und es...

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Pfarrbrief vom 26. Juni bis 10. Juli 2022

Liebe Gemeinde!In den Schrifttexten der nächsten Sonntage hören wir immer wieder vom Reich Gottes und von Jesu Aufforderung zur Nachfolge.„Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort,“(Lk 9,58).Kann man, kann ich, Jesus in dieser absoluten, radikalen Weise folgen? Die Autorin und Sozialpädagogin Regina Groot Bramel (1960-2020) teilte in bewundernswerter Weise ihr Leben mit vielen Menschen. Im...

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Pfarrbrief vom 12. bis 26. Juni 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Das Dreifaltigkeitsfest, das an diesem Sonntag gefeiert wird, ist ein Fest, das weder zur Oster- noch zur Weihnachtszeit gehört. Es steht für sich, denn das Thema ist hochtheologisch. Wir glauben an den einen Gott in drei Personen: VATER / SOHN / HEILIGER GEIST. Unsere Glaubensgrundlage.Am Donnerstag danach folgt das Hochfest des Leibes und Blutes Christi – Fronleichnam. Es bringt in besonderer Weise zum...

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Pfarrbrief vom 29. Mai bis 12. Juni 2022

Liebe Gemeinde!An diesem Sonntag geht der 102. Katholikentag in Stuttgart zuende. Katholikentage haben eine 170-jährige Tradition. Zu dem diesjährigen Großereignis wurden zehntausende Christinnen und Christen erwartet. Das Leitwort, unter dem der Katholikentag stattgefunden hat, lautete: „leben teilen“. Die Katholikentagsleitung beabsichtigte mit diesem Vorschlag, Teilen als Grundhaltung christlicher Weltverantwortung in den Mittelpunkt zu...

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Pfarrbrief vom 01. bis 29. Mai 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!An diesem 1. Mai 2022 beginnt für unsere Kirchengemeinde Christ König ein neuer Abschnitt. Nachdem im Januar Pastor Dr. With versetzt wurde, verlässt uns nun auch Pfr. Jörg Buß, der in einer anderen Gemeinde unseres Bistum neue Aufgaben übertragen bekommen hat. Bei uns wird voraussichtlich erst im Herbst 2023 ein neuer Pfarrer seinen Dienst antreten.Das bedeutet für die Gemeinde Veränderungen bei den...

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Pfarrbrief vom 17.April bis 01. Mai 2022

Liebe Gemeinde,unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Überall Nachrichten von dramatischem Leid, von Bomben auf eine Entbindungsklinik, von grauenhaften Massakern an Zivilisten.Vor diesem Hintergrund hören wir die Osterbotschaft: der getötete Jesus lebt! Kann man das glauben? Darf man das glauben?Auch Jesus ist Opfer menschlicher Bosheit geworden. Auch sein Leben wurde brutal abgebrochen. Auch er hat in den leeren Himmel geschrien: Mein Gott,...

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Pfarrbrief vom 03. bis 18. April 2022

Liebe Gemeinde,seit September 2015 bin ich Pfarrer unserer Pfarreiengemeinschaft Christ König, Emden und Maria Meeresstern, Borkum.Jetzt hat mich unser Bischof Dr. Franz Josef Bode meinem Wunsch entsprechend von dieser Aufgabe zum 30. April 2022 entpflichtet und mich für den Monat Mai für eine Sabbatzeit freigestellt.Ab 1. Juni 2022 werde ich als Pastor in der Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius, Lingen / Christ König, Lingen-Darme / St....

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören,...

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HAUSGOTTESDIENST AM OSTERMONTAG

HAUSGOTTESDIENST AM OSTERMONTAG 13. April 2020

ABLAUF DES GOTTESDIENSTES

Lied: Christ ist erstanden (GL 318)

Eröffnung
Im Namen des Vaters…

Einstimmung
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens. (vgl. GL 557)
Sei hier zugegen in unsrer Mitte.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
Lös unsre Blindheit, dass wir dich sehen.
Zeig deine Nähe, dass wir dich spüren
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
Sei hier zugegen mit deinem Leben,
in unsrer Mitte, Gott bei den Menschen.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
Zeig uns dein Angesicht, gib uns das Leben.
Komm sei uns nahe, damit wir leben.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.
In dieser Stunde, Gott sei uns nahe.
An diesem Ort sei unser Friede.
Sei hier zugegen, Licht unsres Lebens.

Gott, du wartest auf uns, bis wir geöffnet sind für dich:
Wir warten auf dein Wort, Jesus, das Wort deines Friedens.
Amen.

Lied: Gelobt sei Gott im höchsten Thron (GL 328)

Evangelium (Lk 24,13-35)

Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Impuls
Die Emmaus-Geschichte vermag uns in der Tiefe anzurühren. Zwei Jünger wenden sich von Jerusalem ab und gehen traurig und resigniert zurück in dieses abseitige Dorf. Sie hatten ihre ganze Hoffnung auf Jesus gesetzt. Aber der ist totsicher tot. Mit ihm haben sie auch all ihre Hoffnung zu Grabe getragen. Der Gedanke an Auferstehung ist für sie völlig absurd. Aber ein Rest an Misstrauen gegen das Monopol des Todes ist geblieben, der sie wenigstens miteinander im Gespräch hält. Uns geht es ähnlich wie ihnen. Wenn Hoffnung und Sehnsucht sich nicht erfüllen, zieht man sich in den banalen Alltag zurück. Doch auf dem Weg der Ratlosigkeit und Resignation begegnen sie Jesus. „Ihre Augen waren gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten“ (Lk 24,16). Sie erfahren ihn aber als einen, der zuhört, der mitredet und mitgeht im abendlichen Zwielicht zwischen Hoffnung und Resignation. Und genau das dürfen wir in unserer Ratlosigkeit, Resignation und Traurigkeit auch erwarten. Und wenn uns alles zappenduster erscheint, sollten wir ihre schlichten und herzlichen Worte wiederholen: „Herr, bleibe bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt“ (Lk 24,29). Nicht nur an den Abend des Tages, sondern auch an den Abend unseres Lebens und den Abend der Welt dürfen wir dabei denken. Es ist gut zu wissen, dass Christus unsre Dunkelheit und Umnachtung, auch die der Verzweiflung und des Todes aushält und ausleuchtet.

Lied: Bleibe bei uns, du Wandrer durch die Zeit (GL 325,1-3)

Meditation

Bleibe bei uns, Herr

Sei bei uns, Herr, auf unserem Weg.
Geh mit uns Schritt für Schritt.
Öffne unsere tauben Ohren.
Lass unsere blinden Augen sehen.
Gib den Verzagten Herzen Mut.
Lass uns in Angst nicht untergehen.
Gib uns von deinem Heiligen Geist,
dem Geist der Eintracht und der Weisheit,
dem Geist der Wahrheit und der Liebe,
damit nicht einer gegen den andren kämpft.
Lass uns in deinem Geist Gemeinde sein
Und weitersagen, was uns im Glauben stärkt.
Lass uns dich finden in der Tischgemeinschaft,
die um dein Brot versammelt ist.
Damit im Zeichen des gebrochenen Brotes
Wir dich erkennen als den Herrn,
der uns in Liebe auf dem Weg begleitet
und uns als Boten ausschickt in die Welt.
Wir bitten, bleibe bei uns, Herr,
jetzt und an jedem Tag. Amen.

Das Gebet des Herrn
Vater unser im Himmel…

Segen
Der Herr segne und behüte uns, der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig; er wende uns sein Angesicht zu und schenke uns seinen Frieden!

Schlusslied: Dir danken nun, Herr Jesus Christ (GL 771,3)

(Pfarrer Jörg Buß)

Heilige Woche

Heilige Woche

Liebe Gemeinde,

liebe Leserinnen und Leser!

Der Palmsonntag ist das Eingangstor zur Heiligen Woche, der wichtigsten Woche für uns Christinnen und Christen im Kirchenjahr. Am Palmsonntag gedenken wir des Einzugs Jesu in Jerusalem. Unser Evangelium heute bezeugt Jesus im Rückgriff auf Bilder des Alten Testament als Messias. Das ist für mich immer wieder das Außerordentliche: Jesus, der Messias, Gottes Sohn geht den Weg der Niedrigkeit, des Leidens, den Weg zum Kreuz in den Tod. Ganz offensichtlich geht Jesus den Weg des Willens seines Vaters. Vielleicht werden wir entsetzt fragen, was das für ein Vater ist.
Warum geht Jesus diesen Weg? Ich muss gestehen, dass ich im letzten keine Antwort finde. Um so erstaunter, um so verlegener darf ich Gottes Größe preisen mit Worten aus dem „Deutschen Requiem“ von Johannes Brahms: „Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?“
Wenn wir Eucharistie feiern, wird dieses Geheimnis immer neu lebendig. „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.“ Dieses zentrale Wort der Eucharistiefeier möge uns den Weg weisen in dieser Heiligen Woche.
Ich wünsche Ihnen von Herzen Gottes Segen!

Ihr Dr. Rüdiger With, Pastor

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Liebe Geschwister im Glauben

Liebe Geschwister im Glauben,

als ich mit den Kommunionkindern über die Taufe sprach, erzählte ich ihnen, dass wir als Getaufte „Kinder Gottes“ sind und damit alle Geschwister (deshalb die etwas ungewohnte Anrede zu Beginn).

Manchmal leben Geschwister weit von uns entfernt und doch sind wir ihnen verbunden. So können auch wir uns als Gemeinschaft in diesen absolut außergewöhnlichen Kar- und Ostertagen miteinander verbunden wissen. Vieles fühlt sich in diesen Tagen fremd und ungewohnt an. Dieses Gefühl teilen wir alle miteinander: Den Kindern fehlen Schule und ihre Spielkameraden; die (Arbeits-)Welt vieler von uns hat sich erheblich verändert, Osterbesuche müssen verschoben werden…

Zu den Tagen der „Heiligen Woche“, von Palmsonntag bis Ostern, lade ich Sie ein, den Veränderungen eine „spirituelle Dimension“ hinzu zu fügen. Gestalten Sie diese Tage in der Familie auch im Zeichen des Glaubens.

Unten finden Sie einen Vorschlag zur Segnung der Palmzweige und für die Kinder das gewohnte Sonntagsblatt. Hatten Sie schon Gelegenheit mit den Kindern einen Palmstock zu basteln? Sonst genügen auch ein paar andere grüne Zweige. Vielleicht haben Sie auch Lust, wie ich vor dem Laptop sitzend, den Palmsonntagsgottesdienst um 11:00 Uhr mit dem Bischof Bode zu feiern (www.bistum-osnabrueck.de/live-gottesdienste).

Herzliche Grüße
Cornelia Dicke
Pastorale Mitarbeiterin

Textvorschlag für Segnung der Palmzweige

Kinder-Sonntagsblatt zu Palmsonntag