Pfarrbrief vom 10. November bis 01. Dezember 2024

Liebe Gemeinde,
Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur zieht sich langsam zurück. Diese stille Jahreszeit bringt natürlich auch Verände-rungen mit sich. Es gibt neue Messdiener in unserer Gemeinschaft, während andere ihren Dienst beenden. So ist auch unser Leben geprägt von Wandel und Neubeginn.
Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit bewusst und sinnvoll gestalten können. In dem Evangelium hören wir von einer Witwe, die alles gibt, was sie besitzt. Das lädt uns ein, mal darüber nachzudenken, was wir eigentlich alles geben können und wollen. Geben muss nicht immer etwas Materielles sein. Es kann auch Zeit sein – ein Geschenk, das wir alle teilen können.
Wem könnten wir in dieser stillen Zeit ein offenes Ohr schenken? Manchmal ist es das Gespräch, das Zuhören oder einfach das Dasein, was den größten Unterschied macht. Diese kleinen Momente, die wir anderen widmen, sind vielleicht das Wertvollste, was wir geben können. Mögen wir in dieser Zeit des Rückzugs erkennen, wie wertvoll das Geschenk der Zeit ist – für uns und für die Menschen, die uns am Herzen liegen.
Herzliche Grüße
Laura Sandker

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Pfarrbrief vom10. November bis 01. Dezember 2024

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 17.April bis 01. Mai 2022

Liebe Gemeinde,unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Überall Nachrichten von dramatischem Leid, von Bomben auf eine Entbindungsklinik, von grauenhaften Massakern an Zivilisten.Vor diesem Hintergrund hören wir die Osterbotschaft: der getötete Jesus lebt! Kann man das glauben? Darf man das glauben?Auch Jesus ist Opfer menschlicher Bosheit geworden. Auch sein Leben wurde brutal abgebrochen. Auch er hat in den leeren Himmel geschrien: Mein Gott,...

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Pfarrbrief vom 03. bis 18. April 2022

Liebe Gemeinde,seit September 2015 bin ich Pfarrer unserer Pfarreiengemeinschaft Christ König, Emden und Maria Meeresstern, Borkum.Jetzt hat mich unser Bischof Dr. Franz Josef Bode meinem Wunsch entsprechend von dieser Aufgabe zum 30. April 2022 entpflichtet und mich für den Monat Mai für eine Sabbatzeit freigestellt.Ab 1. Juni 2022 werde ich als Pastor in der Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius, Lingen / Christ König, Lingen-Darme / St....

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören,...

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Pfarrbrief vom 06. bis 20. März 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Beim Vorbereiten dieses Textes, erinnerte ich mich an ein Vorwort, das vor einigen Jahren an gleicher Stelle stand. Die Situation in der Welt damals war der heutigen in großen Zügen identisch.„Ich suche nicht, ich finde“ lautet ein Zitat von Pablo Picasso. Den Unterschied beschreibt er so: Suchen geht für ihn von etwas schon Bekanntem aus, wohingegen das Finden eine Offenheit erfordert.Brauchen wir als...

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Pfarrbrief vom 13. Februar bis 06. März 2022

Liebe Gemeinde,dieser Pfarrbrief umfasst einen Zeitraum von drei Wochen!Somit spannt er einen Bogen von den ersten Sonntagen im Jahreskreis bis hin zur Fastenzeit. An den vergangenen Wochenenden hörten wir vom ersten Auftreten Jesu in Kafarnaum und der Synagoge von Nazareth bis hin zum „reichen Fischfang“ am See von Genesareth, wo er die Ersten aufruft, ihm zu folgen.Am 6. So. i. Jahreskreis nimmt das Lukasevangelium ein zentrales Anliegen Jesu...

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Pfarrbrief vom 23. Januar bis 13. Februar 2022

Liebe Gemeinde,am 30. Januar ist der „Bibelsonntag“, der seit vielen Jahren in den christlichen Kirchen am letzten Sonntag im Januar begangen wird. Der erste Monat des neuen Jahres soll nicht enden, bevor nicht noch einmal ausdrücklich an das Grunddokument unseres Glaubens erinnert wird, an die Heilige Schrift, zweigeteilt im Ersten und Zweiten Testament. Wir Christen leben aus der Tradition der jüdischen Herkunft und der Tradition unseres...

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Pfarrbrief vom 09. bis 23. Januar 2022

Liebe Gemeinde,unter dem Leitwort „Gesund werden, gesundbleiben“ bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr.Von den Kindern und Jugendlichen, die normalerweise als Könige in den Gemeinden des Bistums Osnabrück unterwegs sind, ist allerdings wieder Kreativität beim Spendensammeln gefragt – denn das Engagement wird nun schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen ablaufen. Das gilt auch für unsere Gemeinde!Neben Segensbriefen gibt es...

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Pfarrbrief vom 19. Dezember 2021 bis 09. Januar 2022

Liebe Gemeinde,in diesem Jahr waren Begegnungen und gemeinsames Zusammensein kaum möglich. Abstand halten und Einschränkungen sind angesagt und wir vermissen die Unmittelbarkeit und Herzlichkeit der Kontakte von Mensch zu Mensch.Solche Beschränkungen werden uns wohl noch geraume Zeit zu schaffen machen.Gleichzeitig bin ich am Ende dieses Jahres voller Dankbarkeit für ganz viel gelebte Menschlichkeit. Ich denke an alle, die sich in unserer...

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Pfarrbrief vom 05. bis 19. Dezember 2021

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Die Vorfreude und Spannung im Advent gehören ganz wesentlich zu dieser Zeit. Kinder freuen sich auf Geschenke. Die Erwachsenen freuen sich auf die Familie, die zu Weihnachten oftmals aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Doch wie wird es in diesem Jahr sein? Werden diese Besuche, wie im letzten Jahr, wieder eingeschränkt sein? Die Gottesdienste, die sonst viele...

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Pfarrbrief vom 21. November bis 05. Dezember 2021

Liebe Gemeinde!Die Schrifttexte in der Adventszeit sind geprägt vom zweifachen Kommen Christi.Am Anfang des Advents schauen wir auf das Ende der Zeit, auf den, der da kommen wird. Hier ist die Rede von Katastrophen, von menschlicher Bedrängnis im Angesicht schrecklicher Ereignisse. Hier tritt uns das Weltbild der Apokalyptik (Enthüllung) entgegen. Diese Geisteshaltung erhofft die Rettung für uns Menschen durch ein Eingreifen Gottes. Diese...

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Pfarrbrief vom 07. bis 21. November 2021

Liebe Gemeinde!Am letzten Sonntag im Jahreskreis, dem Christkönigssonntag, dürfen wir unser Patronatsfest feiern. Wortwahl und Geist dieses Festes mögen uns heute fremd sein, sein Inhalt bleibt immer aktuell: Christus ist das Ziel unseres Lebens und unserer Geschichte. Er setzt das Maß für unser Leben. Er wird kommen und sein Reich vollenden.Diese unsere Hoffnung ist uns durch Ostern verbürgt. Wenn wir im Monat November im Absterben der Natur...

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Pfarrbrief vom 24. Oktober bis 07. November 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“Interreligiöse Friedensinitiativen in NigeriaDas Wort, das Paulus an die Gemeinden in Galatien schrieb (Gal 6,9), ist das Leitwort zum Monat der Weltmission 2021. Lasst uns Gutes tun: damals wie heute die Aufforderung zu einem Leben in Geschwisterlichkeit. Es gehört Mut dazu, auf Menschen zuzugehen und Brücken zu bauen.Die missio-Aktion zeigt am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen...

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Pfarrbrief vom 10. bis 24. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Das wird Jesus im sonntäglichen Evangelium (Mk 10,17-30) gefragt. Der junge Mann vermag nicht Jesu Aufforderung nachzukommen. Er schafft es nicht, seinen Reichtum hinter sich zu lassen und dem Wanderprediger zu folgen.Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entscheidet sich ein anderer junger Mann ganz anders. Am Montag, dem 04. Oktober, war sein Gedenktag. Franz von Assisi entsagt dem...

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Pfarrbrief vom 26. September bis 10. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“Dieses Wort des Indianerhäuptlings Seattle aus Nordamerika kennen wir auch als Liedvers. Für uns Christinnen und Christen ist jeder Teil dieser Erde heilig, weil sie uns nicht gehört, weil wir „nur“ ein Teil von ihr sind, weil diese Erde Gottes Schöpfung ist. Diese vielleicht einfachen Beschreibungen besitzen eine ungeahnte Aktualität. Gerade junge Menschen demonstrieren heute für...

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Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Download als PDF-Dokument:Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021Liebe Gemeinde! Der Christkönigssonntag ist das Patronatsfest unserer Gemeinde. Er bringt die einfache, aber immer auch schwierige Wahrheit zum Ausdruck, dass Christus Grund und Ziel unseres Lebens ist. Daran dürfen wir immer wieder Maß nehmen, als Gemeinde wie auch ganz persönlich. Das Evangelium an diesem Festtag spricht vom Kommen Jesu, ebenso auch das Evangelium des...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,
eine königliche Priesterschaft (1Petr 2,9) –
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,
1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Menschenrechte sind un-veräußerlich und stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und wie sie leben.
Ihnen zu Grunde liegt die unveräußerliche Würde des Menschen und diese wird bereits in einem weitaus älteren Text verbürgt: Es ist die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott, von der die Bibel erzählt. Sie verleiht einem jeden Menschen – selbst dem, der nicht daran glaubt – seine unveräußerliche Würde. Sinnhaft erfahrbar wird sie in der Salbung mit Chrisam in der Taufe: in ihr wird der Mensch gesalbt zum König, Priester und Propheten.
Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Und dennoch erfahren wir jeden Tag von Angriffen auf diese Menschenwürde. Jeden Tag erleben Menschen die Missachtung ihrer Menschenrechte, die Verletzung ihrer Würde in kriegerischen Auseinandersetzungen, im Missbrauch jeglicher Art, durch ausbeutendes wirtschaftliches Handeln. Angriffe auf ethnische oder religiöse Grup-pen, Homosexuelle oder Andersdenkende, Gewalt gegenüber Frauen und Kindern stehen weltweit auf der Tagesordnung.
Manchmal jedoch verletzen auch wir selbst unsere Würde durch das eigene Handeln, schätzen wir uns selbst als unzureichend ein oder binden wir unseren Wert an unsere Leistungsfähigkeit. Dabei ermutigt uns Christus ausdrücklich, nicht nur Gott, nicht nur den Nächsten, sondern auch uns selbst zu lieben, d.h. unsere Würde anzuerkennen. So kann Heil entstehen und in diesem Sinne sind wir alle befähigt „Heilige“ zu sein. Allerheiligen ist so gesehen ein Fest, dass uns an unsere Würde und die Würde eines jeden Mitmenschen erinnert.
Wie könnte sich das Leben auf unserer Erde wandeln, wenn das Ethos der Würde eines jeden Menschen zu der verbindlichen Maxime allen menschlichen Handelns würde.
Ralf Knoblauch, Diakon und Holzbildhauer, sieht sich in seiner pastoralen Arbeit in einem Bonner sozialen Brennpunkt herausgefordert, den Fragen nach der Würde des Menschen nachzugehen.
Eine Antwort gibt er in seinen mittlerweile bekanntgewordenen Königsfiguren: Der und die Betrachtende soll sich beim Anschauen der Figuren an die eigene Königswürde erinnern und sich von ihr berüh-ren lassen. Um das zu unterstreichen, stellt er auch Holztafeln her, auf denen zu lesen ist: „Würde unantastbar!“ Ein Mitglied unserer Gemeinde, Gerd Wolbert, tut es ihm gleich und hat solche Tafeln aus dem Holz einiger alter Kirchenbänke aus St. Michael hergestellt. Sie können sich eine solche Tafel gerne vor und nach den Gottesdiensten zu Allerheiligen, dem Fest der Würde des Menschen, und den Gottesdiensten am folgenden Wochenende gegen eine Spende zu Gunsten der Renovierung unsere Kirche St. Michael mitnehmen. Vielleicht tut Ihnen diese Zusage gut. Und vielleicht kennen Sie auch jemanden, der einen solchen Zuspruch braucht.
Eine gute Zeit wünscht Ihnen
Georg Pützer

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Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 17.April bis 01. Mai 2022

Liebe Gemeinde,unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Überall Nachrichten von dramatischem Leid, von Bomben auf eine Entbindungsklinik, von grauenhaften Massakern an Zivilisten.Vor diesem Hintergrund hören wir die Osterbotschaft: der getötete Jesus lebt! Kann man das glauben? Darf man das glauben?Auch Jesus ist Opfer menschlicher Bosheit geworden. Auch sein Leben wurde brutal abgebrochen. Auch er hat in den leeren Himmel geschrien: Mein Gott,...

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Pfarrbrief vom 03. bis 18. April 2022

Liebe Gemeinde,seit September 2015 bin ich Pfarrer unserer Pfarreiengemeinschaft Christ König, Emden und Maria Meeresstern, Borkum.Jetzt hat mich unser Bischof Dr. Franz Josef Bode meinem Wunsch entsprechend von dieser Aufgabe zum 30. April 2022 entpflichtet und mich für den Monat Mai für eine Sabbatzeit freigestellt.Ab 1. Juni 2022 werde ich als Pastor in der Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius, Lingen / Christ König, Lingen-Darme / St....

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören,...

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Pfarrbrief vom 06. bis 20. März 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Beim Vorbereiten dieses Textes, erinnerte ich mich an ein Vorwort, das vor einigen Jahren an gleicher Stelle stand. Die Situation in der Welt damals war der heutigen in großen Zügen identisch.„Ich suche nicht, ich finde“ lautet ein Zitat von Pablo Picasso. Den Unterschied beschreibt er so: Suchen geht für ihn von etwas schon Bekanntem aus, wohingegen das Finden eine Offenheit erfordert.Brauchen wir als...

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Pfarrbrief vom 13. Februar bis 06. März 2022

Liebe Gemeinde,dieser Pfarrbrief umfasst einen Zeitraum von drei Wochen!Somit spannt er einen Bogen von den ersten Sonntagen im Jahreskreis bis hin zur Fastenzeit. An den vergangenen Wochenenden hörten wir vom ersten Auftreten Jesu in Kafarnaum und der Synagoge von Nazareth bis hin zum „reichen Fischfang“ am See von Genesareth, wo er die Ersten aufruft, ihm zu folgen.Am 6. So. i. Jahreskreis nimmt das Lukasevangelium ein zentrales Anliegen Jesu...

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Pfarrbrief vom 23. Januar bis 13. Februar 2022

Liebe Gemeinde,am 30. Januar ist der „Bibelsonntag“, der seit vielen Jahren in den christlichen Kirchen am letzten Sonntag im Januar begangen wird. Der erste Monat des neuen Jahres soll nicht enden, bevor nicht noch einmal ausdrücklich an das Grunddokument unseres Glaubens erinnert wird, an die Heilige Schrift, zweigeteilt im Ersten und Zweiten Testament. Wir Christen leben aus der Tradition der jüdischen Herkunft und der Tradition unseres...

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Pfarrbrief vom 09. bis 23. Januar 2022

Liebe Gemeinde,unter dem Leitwort „Gesund werden, gesundbleiben“ bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr.Von den Kindern und Jugendlichen, die normalerweise als Könige in den Gemeinden des Bistums Osnabrück unterwegs sind, ist allerdings wieder Kreativität beim Spendensammeln gefragt – denn das Engagement wird nun schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen ablaufen. Das gilt auch für unsere Gemeinde!Neben Segensbriefen gibt es...

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Pfarrbrief vom 19. Dezember 2021 bis 09. Januar 2022

Liebe Gemeinde,in diesem Jahr waren Begegnungen und gemeinsames Zusammensein kaum möglich. Abstand halten und Einschränkungen sind angesagt und wir vermissen die Unmittelbarkeit und Herzlichkeit der Kontakte von Mensch zu Mensch.Solche Beschränkungen werden uns wohl noch geraume Zeit zu schaffen machen.Gleichzeitig bin ich am Ende dieses Jahres voller Dankbarkeit für ganz viel gelebte Menschlichkeit. Ich denke an alle, die sich in unserer...

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Pfarrbrief vom 05. bis 19. Dezember 2021

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Die Vorfreude und Spannung im Advent gehören ganz wesentlich zu dieser Zeit. Kinder freuen sich auf Geschenke. Die Erwachsenen freuen sich auf die Familie, die zu Weihnachten oftmals aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Doch wie wird es in diesem Jahr sein? Werden diese Besuche, wie im letzten Jahr, wieder eingeschränkt sein? Die Gottesdienste, die sonst viele...

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Pfarrbrief vom 21. November bis 05. Dezember 2021

Liebe Gemeinde!Die Schrifttexte in der Adventszeit sind geprägt vom zweifachen Kommen Christi.Am Anfang des Advents schauen wir auf das Ende der Zeit, auf den, der da kommen wird. Hier ist die Rede von Katastrophen, von menschlicher Bedrängnis im Angesicht schrecklicher Ereignisse. Hier tritt uns das Weltbild der Apokalyptik (Enthüllung) entgegen. Diese Geisteshaltung erhofft die Rettung für uns Menschen durch ein Eingreifen Gottes. Diese...

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Pfarrbrief vom 07. bis 21. November 2021

Liebe Gemeinde!Am letzten Sonntag im Jahreskreis, dem Christkönigssonntag, dürfen wir unser Patronatsfest feiern. Wortwahl und Geist dieses Festes mögen uns heute fremd sein, sein Inhalt bleibt immer aktuell: Christus ist das Ziel unseres Lebens und unserer Geschichte. Er setzt das Maß für unser Leben. Er wird kommen und sein Reich vollenden.Diese unsere Hoffnung ist uns durch Ostern verbürgt. Wenn wir im Monat November im Absterben der Natur...

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Pfarrbrief vom 24. Oktober bis 07. November 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“Interreligiöse Friedensinitiativen in NigeriaDas Wort, das Paulus an die Gemeinden in Galatien schrieb (Gal 6,9), ist das Leitwort zum Monat der Weltmission 2021. Lasst uns Gutes tun: damals wie heute die Aufforderung zu einem Leben in Geschwisterlichkeit. Es gehört Mut dazu, auf Menschen zuzugehen und Brücken zu bauen.Die missio-Aktion zeigt am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen...

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Pfarrbrief vom 10. bis 24. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Das wird Jesus im sonntäglichen Evangelium (Mk 10,17-30) gefragt. Der junge Mann vermag nicht Jesu Aufforderung nachzukommen. Er schafft es nicht, seinen Reichtum hinter sich zu lassen und dem Wanderprediger zu folgen.Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entscheidet sich ein anderer junger Mann ganz anders. Am Montag, dem 04. Oktober, war sein Gedenktag. Franz von Assisi entsagt dem...

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Pfarrbrief vom 26. September bis 10. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“Dieses Wort des Indianerhäuptlings Seattle aus Nordamerika kennen wir auch als Liedvers. Für uns Christinnen und Christen ist jeder Teil dieser Erde heilig, weil sie uns nicht gehört, weil wir „nur“ ein Teil von ihr sind, weil diese Erde Gottes Schöpfung ist. Diese vielleicht einfachen Beschreibungen besitzen eine ungeahnte Aktualität. Gerade junge Menschen demonstrieren heute für...

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Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Download als PDF-Dokument:Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021Liebe Gemeinde! Der Christkönigssonntag ist das Patronatsfest unserer Gemeinde. Er bringt die einfache, aber immer auch schwierige Wahrheit zum Ausdruck, dass Christus Grund und Ziel unseres Lebens ist. Daran dürfen wir immer wieder Maß nehmen, als Gemeinde wie auch ganz persönlich. Das Evangelium an diesem Festtag spricht vom Kommen Jesu, ebenso auch das Evangelium des...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!
Im Monat Oktober wird in vielen Städten und Kirchengemeinden Erntedank gefeiert. In diesem Zusammenhang sagt vielen von Ihnen, besonders den Älteren und Menschen aus den eher ländlich geprägten Regionen, der Begriff „Kartoffelferien“ noch etwas.
Gemeint waren die Herbstferien, die für Kinder auf dem Land, die auf Bau-ernhöfen groß wurden, aber keine wirklichen Ferien waren. Sie mussten mit den Müttern meist frühmorgens auf den Acker und dort wurden die gerodeten Kartoffeln in Körben gesammelt und in Säcke gefüllt.
Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern, wie wir auf den Knien über den Acker krochen und die Kartoffeln sammelten. Anschließend wurde das Kartoffelkraut gesammelt und verbrannt. Dabei haben wir dann die neuen Kartoffeln auf Stöcken im Feuer gegart, gegessen und hatten unseren Spaß dabei. Später, als die Vollerntemaschinen kamen, wurde es für die Kinder etwas leichter. Dann wurden die Reste an Kartoffeln gesammelt, die der Vollernter nicht gerodet hatte.
Bei dieser Nachlese kamen oft auch Familien aus dem Dorf, denen es nicht so gut ging. Sie halfen mit und bekamen dafür ein oder zwei Säcke Kartof-feln, um für den Winter einen Vorrat zu haben. Das war bei den Bauern ein alter Brauch und Sitte, wie es schon im Alten Testament angeordnet war. Im Buch Levitikus im 19. Kap. ist die Vorschrift festgehalten: „Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du das Feld nicht zum äußersten Rand abernten. Du sollst keine Nachlese von deiner Ernte halten.“
Diese Vorschrift, eine von sehr vielen im Buch Levitikus – diese Vorschrift, die von Gott gegeben wurde, soll deutlich machen, dass wir Menschen eine Verpflichtung für die Schöpfung haben, von der uns diese Ernte geschenkt wurde. Ebenso sollen wir bei der Ernte an die Armen und Fremden denken, damit auch sie über die Zeit kommen. Wir dürfen für die Ernte Gott danken, die uns das tägliche Brot sichert und das in unseren Gottesdiensten feiern.
Ihnen allen eine gute Zeit und Gottes Segen.
Diakon Stephan Fielers

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Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 17.April bis 01. Mai 2022

Liebe Gemeinde,unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Überall Nachrichten von dramatischem Leid, von Bomben auf eine Entbindungsklinik, von grauenhaften Massakern an Zivilisten.Vor diesem Hintergrund hören wir die Osterbotschaft: der getötete Jesus lebt! Kann man das glauben? Darf man das glauben?Auch Jesus ist Opfer menschlicher Bosheit geworden. Auch sein Leben wurde brutal abgebrochen. Auch er hat in den leeren Himmel geschrien: Mein Gott,...

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Pfarrbrief vom 03. bis 18. April 2022

Liebe Gemeinde,seit September 2015 bin ich Pfarrer unserer Pfarreiengemeinschaft Christ König, Emden und Maria Meeresstern, Borkum.Jetzt hat mich unser Bischof Dr. Franz Josef Bode meinem Wunsch entsprechend von dieser Aufgabe zum 30. April 2022 entpflichtet und mich für den Monat Mai für eine Sabbatzeit freigestellt.Ab 1. Juni 2022 werde ich als Pastor in der Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius, Lingen / Christ König, Lingen-Darme / St....

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören,...

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Pfarrbrief vom 06. bis 20. März 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Beim Vorbereiten dieses Textes, erinnerte ich mich an ein Vorwort, das vor einigen Jahren an gleicher Stelle stand. Die Situation in der Welt damals war der heutigen in großen Zügen identisch.„Ich suche nicht, ich finde“ lautet ein Zitat von Pablo Picasso. Den Unterschied beschreibt er so: Suchen geht für ihn von etwas schon Bekanntem aus, wohingegen das Finden eine Offenheit erfordert.Brauchen wir als...

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Liebe Gemeinde,dieser Pfarrbrief umfasst einen Zeitraum von drei Wochen!Somit spannt er einen Bogen von den ersten Sonntagen im Jahreskreis bis hin zur Fastenzeit. An den vergangenen Wochenenden hörten wir vom ersten Auftreten Jesu in Kafarnaum und der Synagoge von Nazareth bis hin zum „reichen Fischfang“ am See von Genesareth, wo er die Ersten aufruft, ihm zu folgen.Am 6. So. i. Jahreskreis nimmt das Lukasevangelium ein zentrales Anliegen Jesu...

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Pfarrbrief vom 23. Januar bis 13. Februar 2022

Liebe Gemeinde,am 30. Januar ist der „Bibelsonntag“, der seit vielen Jahren in den christlichen Kirchen am letzten Sonntag im Januar begangen wird. Der erste Monat des neuen Jahres soll nicht enden, bevor nicht noch einmal ausdrücklich an das Grunddokument unseres Glaubens erinnert wird, an die Heilige Schrift, zweigeteilt im Ersten und Zweiten Testament. Wir Christen leben aus der Tradition der jüdischen Herkunft und der Tradition unseres...

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Pfarrbrief vom 09. bis 23. Januar 2022

Liebe Gemeinde,unter dem Leitwort „Gesund werden, gesundbleiben“ bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr.Von den Kindern und Jugendlichen, die normalerweise als Könige in den Gemeinden des Bistums Osnabrück unterwegs sind, ist allerdings wieder Kreativität beim Spendensammeln gefragt – denn das Engagement wird nun schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen ablaufen. Das gilt auch für unsere Gemeinde!Neben Segensbriefen gibt es...

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Pfarrbrief vom 19. Dezember 2021 bis 09. Januar 2022

Liebe Gemeinde,in diesem Jahr waren Begegnungen und gemeinsames Zusammensein kaum möglich. Abstand halten und Einschränkungen sind angesagt und wir vermissen die Unmittelbarkeit und Herzlichkeit der Kontakte von Mensch zu Mensch.Solche Beschränkungen werden uns wohl noch geraume Zeit zu schaffen machen.Gleichzeitig bin ich am Ende dieses Jahres voller Dankbarkeit für ganz viel gelebte Menschlichkeit. Ich denke an alle, die sich in unserer...

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Pfarrbrief vom 05. bis 19. Dezember 2021

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Die Vorfreude und Spannung im Advent gehören ganz wesentlich zu dieser Zeit. Kinder freuen sich auf Geschenke. Die Erwachsenen freuen sich auf die Familie, die zu Weihnachten oftmals aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Doch wie wird es in diesem Jahr sein? Werden diese Besuche, wie im letzten Jahr, wieder eingeschränkt sein? Die Gottesdienste, die sonst viele...

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Pfarrbrief vom 21. November bis 05. Dezember 2021

Liebe Gemeinde!Die Schrifttexte in der Adventszeit sind geprägt vom zweifachen Kommen Christi.Am Anfang des Advents schauen wir auf das Ende der Zeit, auf den, der da kommen wird. Hier ist die Rede von Katastrophen, von menschlicher Bedrängnis im Angesicht schrecklicher Ereignisse. Hier tritt uns das Weltbild der Apokalyptik (Enthüllung) entgegen. Diese Geisteshaltung erhofft die Rettung für uns Menschen durch ein Eingreifen Gottes. Diese...

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Pfarrbrief vom 07. bis 21. November 2021

Liebe Gemeinde!Am letzten Sonntag im Jahreskreis, dem Christkönigssonntag, dürfen wir unser Patronatsfest feiern. Wortwahl und Geist dieses Festes mögen uns heute fremd sein, sein Inhalt bleibt immer aktuell: Christus ist das Ziel unseres Lebens und unserer Geschichte. Er setzt das Maß für unser Leben. Er wird kommen und sein Reich vollenden.Diese unsere Hoffnung ist uns durch Ostern verbürgt. Wenn wir im Monat November im Absterben der Natur...

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Pfarrbrief vom 24. Oktober bis 07. November 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“Interreligiöse Friedensinitiativen in NigeriaDas Wort, das Paulus an die Gemeinden in Galatien schrieb (Gal 6,9), ist das Leitwort zum Monat der Weltmission 2021. Lasst uns Gutes tun: damals wie heute die Aufforderung zu einem Leben in Geschwisterlichkeit. Es gehört Mut dazu, auf Menschen zuzugehen und Brücken zu bauen.Die missio-Aktion zeigt am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen...

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Pfarrbrief vom 10. bis 24. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Das wird Jesus im sonntäglichen Evangelium (Mk 10,17-30) gefragt. Der junge Mann vermag nicht Jesu Aufforderung nachzukommen. Er schafft es nicht, seinen Reichtum hinter sich zu lassen und dem Wanderprediger zu folgen.Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entscheidet sich ein anderer junger Mann ganz anders. Am Montag, dem 04. Oktober, war sein Gedenktag. Franz von Assisi entsagt dem...

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Pfarrbrief vom 26. September bis 10. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“Dieses Wort des Indianerhäuptlings Seattle aus Nordamerika kennen wir auch als Liedvers. Für uns Christinnen und Christen ist jeder Teil dieser Erde heilig, weil sie uns nicht gehört, weil wir „nur“ ein Teil von ihr sind, weil diese Erde Gottes Schöpfung ist. Diese vielleicht einfachen Beschreibungen besitzen eine ungeahnte Aktualität. Gerade junge Menschen demonstrieren heute für...

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Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Download als PDF-Dokument:Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021Liebe Gemeinde! Der Christkönigssonntag ist das Patronatsfest unserer Gemeinde. Er bringt die einfache, aber immer auch schwierige Wahrheit zum Ausdruck, dass Christus Grund und Ziel unseres Lebens ist. Daran dürfen wir immer wieder Maß nehmen, als Gemeinde wie auch ganz persönlich. Das Evangelium an diesem Festtag spricht vom Kommen Jesu, ebenso auch das Evangelium des...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Gründe, um zu bleiben!
Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Zwölf die Frage: „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67). Diese Worte deuten darauf hin, dass bereits viele Menschen ihn verlassen haben. Theologen sprechen in diesem Zusammenhang von der „galiläischen Krise“. Das Wort „Krise“ hat für uns oft einen negativen Beigeschmack, aber Jesus nutzt diesen Moment, um seine Jünger vor eine entscheidende Wahl zu stellen: gehen oder bleiben? Ähnlich erleben wir dies auch heute: Menschen kehren der Kirche den Rücken und entscheiden sich zu gehen. Die Gründe dafür mögen unterschiedlich sein.
Ich stelle mir die Frage, was sind eigentlich Gründe, um zu bleiben?
Ich möchte dazu auf die „Ich-bin“-Worte Jesu hinweisen:
Jesus sagt: „Ich bin das Leben.“ – Das schenkt uns Hoffnung, dass das Leben nicht mit dem Tod endet.
Jesus sagt: „Ich bin das Brot.“ – Er ist die lebensnotwendige Nahrung, die uns stärkt und Kraft gibt.
Jesus sagt: „Ich bin das Licht.“ – Er bietet uns Orientierung, wenn alles um uns herum dunkel erscheint.
Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte.“ – Er ist der Hirte, der sich liebevoll um uns, seine Schafe, sorgt.
Jesus sagt: „Ich bin die Tür.“ – Durch ihn haben wir jederzeit Zugang, er lädt uns ein, einzutreten.
Jesus sagt: „Ich bin der Weinstock.“ – Verbunden mit ihm, dem Weinstock, können wir auch die Trockenzeiten unseres Lebens überstehen.
Diese „Ich-bin“-Worte Jesu sind wie ein Anker in unserem Leben. Sie geben uns Halt und Orientierung. So können auch wir mit Petrus sagen: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“
Herzliche Grüße
Laura Sandker

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Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 17.April bis 01. Mai 2022

Liebe Gemeinde,unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Überall Nachrichten von dramatischem Leid, von Bomben auf eine Entbindungsklinik, von grauenhaften Massakern an Zivilisten.Vor diesem Hintergrund hören wir die Osterbotschaft: der getötete Jesus lebt! Kann man das glauben? Darf man das glauben?Auch Jesus ist Opfer menschlicher Bosheit geworden. Auch sein Leben wurde brutal abgebrochen. Auch er hat in den leeren Himmel geschrien: Mein Gott,...

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Pfarrbrief vom 03. bis 18. April 2022

Liebe Gemeinde,seit September 2015 bin ich Pfarrer unserer Pfarreiengemeinschaft Christ König, Emden und Maria Meeresstern, Borkum.Jetzt hat mich unser Bischof Dr. Franz Josef Bode meinem Wunsch entsprechend von dieser Aufgabe zum 30. April 2022 entpflichtet und mich für den Monat Mai für eine Sabbatzeit freigestellt.Ab 1. Juni 2022 werde ich als Pastor in der Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius, Lingen / Christ König, Lingen-Darme / St....

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören,...

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Pfarrbrief vom 06. bis 20. März 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Beim Vorbereiten dieses Textes, erinnerte ich mich an ein Vorwort, das vor einigen Jahren an gleicher Stelle stand. Die Situation in der Welt damals war der heutigen in großen Zügen identisch.„Ich suche nicht, ich finde“ lautet ein Zitat von Pablo Picasso. Den Unterschied beschreibt er so: Suchen geht für ihn von etwas schon Bekanntem aus, wohingegen das Finden eine Offenheit erfordert.Brauchen wir als...

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Pfarrbrief vom 13. Februar bis 06. März 2022

Liebe Gemeinde,dieser Pfarrbrief umfasst einen Zeitraum von drei Wochen!Somit spannt er einen Bogen von den ersten Sonntagen im Jahreskreis bis hin zur Fastenzeit. An den vergangenen Wochenenden hörten wir vom ersten Auftreten Jesu in Kafarnaum und der Synagoge von Nazareth bis hin zum „reichen Fischfang“ am See von Genesareth, wo er die Ersten aufruft, ihm zu folgen.Am 6. So. i. Jahreskreis nimmt das Lukasevangelium ein zentrales Anliegen Jesu...

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Pfarrbrief vom 23. Januar bis 13. Februar 2022

Liebe Gemeinde,am 30. Januar ist der „Bibelsonntag“, der seit vielen Jahren in den christlichen Kirchen am letzten Sonntag im Januar begangen wird. Der erste Monat des neuen Jahres soll nicht enden, bevor nicht noch einmal ausdrücklich an das Grunddokument unseres Glaubens erinnert wird, an die Heilige Schrift, zweigeteilt im Ersten und Zweiten Testament. Wir Christen leben aus der Tradition der jüdischen Herkunft und der Tradition unseres...

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Pfarrbrief vom 09. bis 23. Januar 2022

Liebe Gemeinde,unter dem Leitwort „Gesund werden, gesundbleiben“ bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr.Von den Kindern und Jugendlichen, die normalerweise als Könige in den Gemeinden des Bistums Osnabrück unterwegs sind, ist allerdings wieder Kreativität beim Spendensammeln gefragt – denn das Engagement wird nun schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen ablaufen. Das gilt auch für unsere Gemeinde!Neben Segensbriefen gibt es...

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Pfarrbrief vom 19. Dezember 2021 bis 09. Januar 2022

Liebe Gemeinde,in diesem Jahr waren Begegnungen und gemeinsames Zusammensein kaum möglich. Abstand halten und Einschränkungen sind angesagt und wir vermissen die Unmittelbarkeit und Herzlichkeit der Kontakte von Mensch zu Mensch.Solche Beschränkungen werden uns wohl noch geraume Zeit zu schaffen machen.Gleichzeitig bin ich am Ende dieses Jahres voller Dankbarkeit für ganz viel gelebte Menschlichkeit. Ich denke an alle, die sich in unserer...

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Pfarrbrief vom 05. bis 19. Dezember 2021

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Die Vorfreude und Spannung im Advent gehören ganz wesentlich zu dieser Zeit. Kinder freuen sich auf Geschenke. Die Erwachsenen freuen sich auf die Familie, die zu Weihnachten oftmals aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Doch wie wird es in diesem Jahr sein? Werden diese Besuche, wie im letzten Jahr, wieder eingeschränkt sein? Die Gottesdienste, die sonst viele...

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Pfarrbrief vom 21. November bis 05. Dezember 2021

Liebe Gemeinde!Die Schrifttexte in der Adventszeit sind geprägt vom zweifachen Kommen Christi.Am Anfang des Advents schauen wir auf das Ende der Zeit, auf den, der da kommen wird. Hier ist die Rede von Katastrophen, von menschlicher Bedrängnis im Angesicht schrecklicher Ereignisse. Hier tritt uns das Weltbild der Apokalyptik (Enthüllung) entgegen. Diese Geisteshaltung erhofft die Rettung für uns Menschen durch ein Eingreifen Gottes. Diese...

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Pfarrbrief vom 07. bis 21. November 2021

Liebe Gemeinde!Am letzten Sonntag im Jahreskreis, dem Christkönigssonntag, dürfen wir unser Patronatsfest feiern. Wortwahl und Geist dieses Festes mögen uns heute fremd sein, sein Inhalt bleibt immer aktuell: Christus ist das Ziel unseres Lebens und unserer Geschichte. Er setzt das Maß für unser Leben. Er wird kommen und sein Reich vollenden.Diese unsere Hoffnung ist uns durch Ostern verbürgt. Wenn wir im Monat November im Absterben der Natur...

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Pfarrbrief vom 24. Oktober bis 07. November 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“Interreligiöse Friedensinitiativen in NigeriaDas Wort, das Paulus an die Gemeinden in Galatien schrieb (Gal 6,9), ist das Leitwort zum Monat der Weltmission 2021. Lasst uns Gutes tun: damals wie heute die Aufforderung zu einem Leben in Geschwisterlichkeit. Es gehört Mut dazu, auf Menschen zuzugehen und Brücken zu bauen.Die missio-Aktion zeigt am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen...

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Pfarrbrief vom 10. bis 24. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Das wird Jesus im sonntäglichen Evangelium (Mk 10,17-30) gefragt. Der junge Mann vermag nicht Jesu Aufforderung nachzukommen. Er schafft es nicht, seinen Reichtum hinter sich zu lassen und dem Wanderprediger zu folgen.Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entscheidet sich ein anderer junger Mann ganz anders. Am Montag, dem 04. Oktober, war sein Gedenktag. Franz von Assisi entsagt dem...

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Pfarrbrief vom 26. September bis 10. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“Dieses Wort des Indianerhäuptlings Seattle aus Nordamerika kennen wir auch als Liedvers. Für uns Christinnen und Christen ist jeder Teil dieser Erde heilig, weil sie uns nicht gehört, weil wir „nur“ ein Teil von ihr sind, weil diese Erde Gottes Schöpfung ist. Diese vielleicht einfachen Beschreibungen besitzen eine ungeahnte Aktualität. Gerade junge Menschen demonstrieren heute für...

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Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Download als PDF-Dokument:Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021Liebe Gemeinde! Der Christkönigssonntag ist das Patronatsfest unserer Gemeinde. Er bringt die einfache, aber immer auch schwierige Wahrheit zum Ausdruck, dass Christus Grund und Ziel unseres Lebens ist. Daran dürfen wir immer wieder Maß nehmen, als Gemeinde wie auch ganz persönlich. Das Evangelium an diesem Festtag spricht vom Kommen Jesu, ebenso auch das Evangelium des...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrrbrief vom 28. Juli bis 25. August 2024

Liebe Gemeindemitglieder aus Christ König,
in wenigen Tagen gehen bei uns die Sommerferien zu Ende. Die Zeit der Ferien und des Urlaubs – eine Zeit, auf die sich viele von uns mit Hoffnungen und Erwartungen gefreut haben – ist schnell vergangen.
Jetzt beginnt der Alltag. Gewohntes und Neues müssen bewältigt werden. Der alte Trott beginnt wieder. Gleichzeitig ist es für junge Menschen ein Neuanfang: Neue Schule, neue Klasse, neuer Kindergarten, andere Gruppen. Auch im Leben der Pfarrei beginnt das Planen. Die Erstkommunion 2025 wirft ihre Schatten voraus und über Weihnachten denken wir schon nach. Das Gefühl der Erholung verschwindet für manche und macht einer neuen Ermüdung Platz.
Im Propheten Hosea können wir lesen: Nehmt Neuland unter den Pflug. Es ist Zeit den Herren zu suchen (Hos 10,12). Neues gestalten ist fordernd, aber auch erfüllend. Altes neu zu betrachten, schafft Freiraum.
Ich wünsche uns allen eine inspirierte Zeit.
Georg Pützer

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Pfarrbrief vom 28. Juli bis 25. August 2024

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 17.April bis 01. Mai 2022

Liebe Gemeinde,unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Überall Nachrichten von dramatischem Leid, von Bomben auf eine Entbindungsklinik, von grauenhaften Massakern an Zivilisten.Vor diesem Hintergrund hören wir die Osterbotschaft: der getötete Jesus lebt! Kann man das glauben? Darf man das glauben?Auch Jesus ist Opfer menschlicher Bosheit geworden. Auch sein Leben wurde brutal abgebrochen. Auch er hat in den leeren Himmel geschrien: Mein Gott,...

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Pfarrbrief vom 03. bis 18. April 2022

Liebe Gemeinde,seit September 2015 bin ich Pfarrer unserer Pfarreiengemeinschaft Christ König, Emden und Maria Meeresstern, Borkum.Jetzt hat mich unser Bischof Dr. Franz Josef Bode meinem Wunsch entsprechend von dieser Aufgabe zum 30. April 2022 entpflichtet und mich für den Monat Mai für eine Sabbatzeit freigestellt.Ab 1. Juni 2022 werde ich als Pastor in der Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius, Lingen / Christ König, Lingen-Darme / St....

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören,...

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Pfarrbrief vom 06. bis 20. März 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Beim Vorbereiten dieses Textes, erinnerte ich mich an ein Vorwort, das vor einigen Jahren an gleicher Stelle stand. Die Situation in der Welt damals war der heutigen in großen Zügen identisch.„Ich suche nicht, ich finde“ lautet ein Zitat von Pablo Picasso. Den Unterschied beschreibt er so: Suchen geht für ihn von etwas schon Bekanntem aus, wohingegen das Finden eine Offenheit erfordert.Brauchen wir als...

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Pfarrbrief vom 13. Februar bis 06. März 2022

Liebe Gemeinde,dieser Pfarrbrief umfasst einen Zeitraum von drei Wochen!Somit spannt er einen Bogen von den ersten Sonntagen im Jahreskreis bis hin zur Fastenzeit. An den vergangenen Wochenenden hörten wir vom ersten Auftreten Jesu in Kafarnaum und der Synagoge von Nazareth bis hin zum „reichen Fischfang“ am See von Genesareth, wo er die Ersten aufruft, ihm zu folgen.Am 6. So. i. Jahreskreis nimmt das Lukasevangelium ein zentrales Anliegen Jesu...

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Pfarrbrief vom 23. Januar bis 13. Februar 2022

Liebe Gemeinde,am 30. Januar ist der „Bibelsonntag“, der seit vielen Jahren in den christlichen Kirchen am letzten Sonntag im Januar begangen wird. Der erste Monat des neuen Jahres soll nicht enden, bevor nicht noch einmal ausdrücklich an das Grunddokument unseres Glaubens erinnert wird, an die Heilige Schrift, zweigeteilt im Ersten und Zweiten Testament. Wir Christen leben aus der Tradition der jüdischen Herkunft und der Tradition unseres...

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Pfarrbrief vom 09. bis 23. Januar 2022

Liebe Gemeinde,unter dem Leitwort „Gesund werden, gesundbleiben“ bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr.Von den Kindern und Jugendlichen, die normalerweise als Könige in den Gemeinden des Bistums Osnabrück unterwegs sind, ist allerdings wieder Kreativität beim Spendensammeln gefragt – denn das Engagement wird nun schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen ablaufen. Das gilt auch für unsere Gemeinde!Neben Segensbriefen gibt es...

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Pfarrbrief vom 19. Dezember 2021 bis 09. Januar 2022

Liebe Gemeinde,in diesem Jahr waren Begegnungen und gemeinsames Zusammensein kaum möglich. Abstand halten und Einschränkungen sind angesagt und wir vermissen die Unmittelbarkeit und Herzlichkeit der Kontakte von Mensch zu Mensch.Solche Beschränkungen werden uns wohl noch geraume Zeit zu schaffen machen.Gleichzeitig bin ich am Ende dieses Jahres voller Dankbarkeit für ganz viel gelebte Menschlichkeit. Ich denke an alle, die sich in unserer...

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Pfarrbrief vom 05. bis 19. Dezember 2021

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Die Vorfreude und Spannung im Advent gehören ganz wesentlich zu dieser Zeit. Kinder freuen sich auf Geschenke. Die Erwachsenen freuen sich auf die Familie, die zu Weihnachten oftmals aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Doch wie wird es in diesem Jahr sein? Werden diese Besuche, wie im letzten Jahr, wieder eingeschränkt sein? Die Gottesdienste, die sonst viele...

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Pfarrbrief vom 21. November bis 05. Dezember 2021

Liebe Gemeinde!Die Schrifttexte in der Adventszeit sind geprägt vom zweifachen Kommen Christi.Am Anfang des Advents schauen wir auf das Ende der Zeit, auf den, der da kommen wird. Hier ist die Rede von Katastrophen, von menschlicher Bedrängnis im Angesicht schrecklicher Ereignisse. Hier tritt uns das Weltbild der Apokalyptik (Enthüllung) entgegen. Diese Geisteshaltung erhofft die Rettung für uns Menschen durch ein Eingreifen Gottes. Diese...

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Pfarrbrief vom 07. bis 21. November 2021

Liebe Gemeinde!Am letzten Sonntag im Jahreskreis, dem Christkönigssonntag, dürfen wir unser Patronatsfest feiern. Wortwahl und Geist dieses Festes mögen uns heute fremd sein, sein Inhalt bleibt immer aktuell: Christus ist das Ziel unseres Lebens und unserer Geschichte. Er setzt das Maß für unser Leben. Er wird kommen und sein Reich vollenden.Diese unsere Hoffnung ist uns durch Ostern verbürgt. Wenn wir im Monat November im Absterben der Natur...

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Pfarrbrief vom 24. Oktober bis 07. November 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“Interreligiöse Friedensinitiativen in NigeriaDas Wort, das Paulus an die Gemeinden in Galatien schrieb (Gal 6,9), ist das Leitwort zum Monat der Weltmission 2021. Lasst uns Gutes tun: damals wie heute die Aufforderung zu einem Leben in Geschwisterlichkeit. Es gehört Mut dazu, auf Menschen zuzugehen und Brücken zu bauen.Die missio-Aktion zeigt am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen...

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Pfarrbrief vom 10. bis 24. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Das wird Jesus im sonntäglichen Evangelium (Mk 10,17-30) gefragt. Der junge Mann vermag nicht Jesu Aufforderung nachzukommen. Er schafft es nicht, seinen Reichtum hinter sich zu lassen und dem Wanderprediger zu folgen.Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entscheidet sich ein anderer junger Mann ganz anders. Am Montag, dem 04. Oktober, war sein Gedenktag. Franz von Assisi entsagt dem...

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Pfarrbrief vom 26. September bis 10. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“Dieses Wort des Indianerhäuptlings Seattle aus Nordamerika kennen wir auch als Liedvers. Für uns Christinnen und Christen ist jeder Teil dieser Erde heilig, weil sie uns nicht gehört, weil wir „nur“ ein Teil von ihr sind, weil diese Erde Gottes Schöpfung ist. Diese vielleicht einfachen Beschreibungen besitzen eine ungeahnte Aktualität. Gerade junge Menschen demonstrieren heute für...

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Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 30. Juni bis 28. Juli 2024

Liebe Gemeinde, liebe Gäste,
für Viele beginnt in diesen Tagen der Urlaub. Die Kinder haben Ferien. Der Alltag hat Pause.
Den kirchlichen Kalender prägen in diesen Wochen die „Sonntage im Jahreskreis“. In den entsprechenden Evangelien stellt Markus uns Jesus vor als den Erzähler von Gleichnissen über das Reich Gottes, als den, der Kranke heilt, als einen, der mit den herrschenden Vorstellungen, wie den Shabath-Regeln, in Konflikt gerät und vor allem als einen, der von Gott mit Macht ausgestattet ist.
Im Evangelium vom 15. So. im Jahreskreis sendet Jesus seine Jünger aus, es ihm nachzutun. Immer zu zweit sind sie unterwegs: „… salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie“, (Mk 6,13). Aber sie treffen auch auf Unverständnis.
Am darauf folgenden Sonntag hören wir, wie die Jünger erschöpft zurück kommen und Jesus sie an einen ruhigen Ort bringen möchte. Auch sie bedürfen der Erholung! Im Evangelium bleibt keine Zeit um auszuruhen. Es geht den Jüngern so, wie es manchmal uns ergeht: Immer wieder sind wir aufs neue gefordert.
Dabei finden sich Schriftstellen, die von der nötigen Ruhe und Erholung sprechen: Im 1. Schöpfungsbericht ruhte Gott am 7. Tag, der erschöpfte Elija wird gestärkt, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Erholsame Ferien und einen schönen Sommer wünscht Ihnen
Cornelia Dicke

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Pfarrbrief vom 30. Juni bis 28. Juli 2024

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 17.April bis 01. Mai 2022

Liebe Gemeinde,unsere Welt ist aus den Fugen geraten. Überall Nachrichten von dramatischem Leid, von Bomben auf eine Entbindungsklinik, von grauenhaften Massakern an Zivilisten.Vor diesem Hintergrund hören wir die Osterbotschaft: der getötete Jesus lebt! Kann man das glauben? Darf man das glauben?Auch Jesus ist Opfer menschlicher Bosheit geworden. Auch sein Leben wurde brutal abgebrochen. Auch er hat in den leeren Himmel geschrien: Mein Gott,...

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Pfarrbrief vom 03. bis 18. April 2022

Liebe Gemeinde,seit September 2015 bin ich Pfarrer unserer Pfarreiengemeinschaft Christ König, Emden und Maria Meeresstern, Borkum.Jetzt hat mich unser Bischof Dr. Franz Josef Bode meinem Wunsch entsprechend von dieser Aufgabe zum 30. April 2022 entpflichtet und mich für den Monat Mai für eine Sabbatzeit freigestellt.Ab 1. Juni 2022 werde ich als Pastor in der Pfarreiengemeinschaft St. Bonifatius, Lingen / Christ König, Lingen-Darme / St....

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Pfarrbrief vom 20. März bis 03. April 2022

Liebe Gemeinde!Jeden Tag werden wir mit Bildern von Leid, Krieg und Gewalt konfrontiert, nicht irgendwo in der Welt, sondern hier bei uns in Europa. Wir sind sprachlos, entsetzt, vor allem hilflos. Und Gott? Hat er sich aus der Welt zurückgezogen und sie einem brutalen Diktator und den negativen Kräften überlassen?Die Erzählung von der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch (Ex 3,1-15), die wir an diesem 3. Fastensonntag in der Kirche hören,...

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Pfarrbrief vom 06. bis 20. März 2022

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Beim Vorbereiten dieses Textes, erinnerte ich mich an ein Vorwort, das vor einigen Jahren an gleicher Stelle stand. Die Situation in der Welt damals war der heutigen in großen Zügen identisch.„Ich suche nicht, ich finde“ lautet ein Zitat von Pablo Picasso. Den Unterschied beschreibt er so: Suchen geht für ihn von etwas schon Bekanntem aus, wohingegen das Finden eine Offenheit erfordert.Brauchen wir als...

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Pfarrbrief vom 13. Februar bis 06. März 2022

Liebe Gemeinde,dieser Pfarrbrief umfasst einen Zeitraum von drei Wochen!Somit spannt er einen Bogen von den ersten Sonntagen im Jahreskreis bis hin zur Fastenzeit. An den vergangenen Wochenenden hörten wir vom ersten Auftreten Jesu in Kafarnaum und der Synagoge von Nazareth bis hin zum „reichen Fischfang“ am See von Genesareth, wo er die Ersten aufruft, ihm zu folgen.Am 6. So. i. Jahreskreis nimmt das Lukasevangelium ein zentrales Anliegen Jesu...

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Pfarrbrief vom 23. Januar bis 13. Februar 2022

Liebe Gemeinde,am 30. Januar ist der „Bibelsonntag“, der seit vielen Jahren in den christlichen Kirchen am letzten Sonntag im Januar begangen wird. Der erste Monat des neuen Jahres soll nicht enden, bevor nicht noch einmal ausdrücklich an das Grunddokument unseres Glaubens erinnert wird, an die Heilige Schrift, zweigeteilt im Ersten und Zweiten Testament. Wir Christen leben aus der Tradition der jüdischen Herkunft und der Tradition unseres...

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Pfarrbrief vom 09. bis 23. Januar 2022

Liebe Gemeinde,unter dem Leitwort „Gesund werden, gesundbleiben“ bringen die Sternsinger den Segen für das neue Jahr.Von den Kindern und Jugendlichen, die normalerweise als Könige in den Gemeinden des Bistums Osnabrück unterwegs sind, ist allerdings wieder Kreativität beim Spendensammeln gefragt – denn das Engagement wird nun schon zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen ablaufen. Das gilt auch für unsere Gemeinde!Neben Segensbriefen gibt es...

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Pfarrbrief vom 19. Dezember 2021 bis 09. Januar 2022

Liebe Gemeinde,in diesem Jahr waren Begegnungen und gemeinsames Zusammensein kaum möglich. Abstand halten und Einschränkungen sind angesagt und wir vermissen die Unmittelbarkeit und Herzlichkeit der Kontakte von Mensch zu Mensch.Solche Beschränkungen werden uns wohl noch geraume Zeit zu schaffen machen.Gleichzeitig bin ich am Ende dieses Jahres voller Dankbarkeit für ganz viel gelebte Menschlichkeit. Ich denke an alle, die sich in unserer...

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Pfarrbrief vom 05. bis 19. Dezember 2021

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Die Vorfreude und Spannung im Advent gehören ganz wesentlich zu dieser Zeit. Kinder freuen sich auf Geschenke. Die Erwachsenen freuen sich auf die Familie, die zu Weihnachten oftmals aus allen Himmelsrichtungen zusammenkommt, um die Feiertage gemeinsam zu verbringen. Doch wie wird es in diesem Jahr sein? Werden diese Besuche, wie im letzten Jahr, wieder eingeschränkt sein? Die Gottesdienste, die sonst viele...

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Pfarrbrief vom 21. November bis 05. Dezember 2021

Liebe Gemeinde!Die Schrifttexte in der Adventszeit sind geprägt vom zweifachen Kommen Christi.Am Anfang des Advents schauen wir auf das Ende der Zeit, auf den, der da kommen wird. Hier ist die Rede von Katastrophen, von menschlicher Bedrängnis im Angesicht schrecklicher Ereignisse. Hier tritt uns das Weltbild der Apokalyptik (Enthüllung) entgegen. Diese Geisteshaltung erhofft die Rettung für uns Menschen durch ein Eingreifen Gottes. Diese...

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Pfarrbrief vom 07. bis 21. November 2021

Liebe Gemeinde!Am letzten Sonntag im Jahreskreis, dem Christkönigssonntag, dürfen wir unser Patronatsfest feiern. Wortwahl und Geist dieses Festes mögen uns heute fremd sein, sein Inhalt bleibt immer aktuell: Christus ist das Ziel unseres Lebens und unserer Geschichte. Er setzt das Maß für unser Leben. Er wird kommen und sein Reich vollenden.Diese unsere Hoffnung ist uns durch Ostern verbürgt. Wenn wir im Monat November im Absterben der Natur...

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Pfarrbrief vom 24. Oktober bis 07. November 2021

„Lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun“Interreligiöse Friedensinitiativen in NigeriaDas Wort, das Paulus an die Gemeinden in Galatien schrieb (Gal 6,9), ist das Leitwort zum Monat der Weltmission 2021. Lasst uns Gutes tun: damals wie heute die Aufforderung zu einem Leben in Geschwisterlichkeit. Es gehört Mut dazu, auf Menschen zuzugehen und Brücken zu bauen.Die missio-Aktion zeigt am Beispiel von Nigeria, was möglich ist, wenn Menschen...

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Pfarrbrief vom 10. bis 24. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Das wird Jesus im sonntäglichen Evangelium (Mk 10,17-30) gefragt. Der junge Mann vermag nicht Jesu Aufforderung nachzukommen. Er schafft es nicht, seinen Reichtum hinter sich zu lassen und dem Wanderprediger zu folgen.Zu Beginn des 13. Jahrhunderts entscheidet sich ein anderer junger Mann ganz anders. Am Montag, dem 04. Oktober, war sein Gedenktag. Franz von Assisi entsagt dem...

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Pfarrbrief vom 26. September bis 10. Oktober 2021

Liebe Gemeinde!„Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig.“Dieses Wort des Indianerhäuptlings Seattle aus Nordamerika kennen wir auch als Liedvers. Für uns Christinnen und Christen ist jeder Teil dieser Erde heilig, weil sie uns nicht gehört, weil wir „nur“ ein Teil von ihr sind, weil diese Erde Gottes Schöpfung ist. Diese vielleicht einfachen Beschreibungen besitzen eine ungeahnte Aktualität. Gerade junge Menschen demonstrieren heute für...

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Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021

Download als PDF-Dokument:Pfarrbrief vom 29. August bis 26. September 2021Liebe Gemeinde! Der Christkönigssonntag ist das Patronatsfest unserer Gemeinde. Er bringt die einfache, aber immer auch schwierige Wahrheit zum Ausdruck, dass Christus Grund und Ziel unseres Lebens ist. Daran dürfen wir immer wieder Maß nehmen, als Gemeinde wie auch ganz persönlich. Das Evangelium an diesem Festtag spricht vom Kommen Jesu, ebenso auch das Evangelium des...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026