Pfarrbrief vom 11. Januar bis 01. Februar 2026

 

Liebe Gemeinde, liebe Gäste!

In diesen Tagen ziehen die Sternsinger durch unsere Gemeinde und bringen den Segen der Weihnacht in die Häuser nach Emden und Hinte, ebenso in die Krummhörn. *

Segen der Weihnacht! Das bedeutet mehr als der Gruß „Frohe Weihnachten!“, welcher am 2. Feiertag schon mal mit „…gehabt zu haben,“ beantwortet wird.

Dieser Segen kommt von der Krippe her. Er kündet von der Geburt Jesu. Unser Gott ist Mensch geworden. Mit der Geburt dieses Kindes ist eine neue Zeit angebrochen. Sie berechtigt zur Freude und Zuversicht – auch im Jahr 2026.

Als Zeichen der Hoffnung tragen die Kinder Gottes Segen hinaus im ganzen Land. An vielen Häusern finden sich die Segensaufkleber und die Schriftzeichen aus Kreide über den Türen:

„Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus.“

Das ganze Jahr über zeugt dieser Segen davon, dass über allem, was uns in diesen Zeiten ängstigt und beunruhigt, steht Christi Zusage: „…Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt,“ (Mt 28,20).

Wie sehr brauchen wir in unseren Tagen Zuversicht und Hoffnung!

Mit guten Wünschen zum Jahresbeginn

Ihre Cornelia Dicke

*Lesen Sie auch bitte den Hinweis unter ‚Informationen und Termine‘

Pfarrbrief vom 11. Januar bis 01. Februar 2026

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 22. Juni bis 20. Juli 2025

Liebe Gemeinde, die Renovierung unserer Kirche St. Michael ist abgeschlossen. Wenn man heute die Kirche betritt, fällt sofort auf, wie hell, klar und offen sie geworden ist. Aber was man auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht: Hinter diesem Ergebnis stehen viele Menschen, viel Geduld, viele Gespräche und Entscheidungen. Ich habe das im Hintergrund miterlebt, Stück für Stück, manchmal mühsam aber auch mit Vorfreude auf das, was kommen wird....

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Pfarrbrief vom 08. bis 22. Juni 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 18. Mai bis 09. Juni 2025

„Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit“Am 4. Sonntag in der Osterzeit wurde uns das Interesse Christi an uns im Bild des Hirten verkündet. Gott geht unseren Weg in der Geschichte mit.Am 08. Mai wurde unser neuer Papst Leo XIV gewählt. Sein erstes Wort an die wartenden Menschen auf dem Petersplatz und auf der ganzen Welt waren die Worte des auferstandenen Christus: „Der Friede sei mit euch“. Wie notwendig und zerbrechlich die...

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Pfarrbrief vom 4. bis 18. Mai 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 13. April bis 04. Mai 2025

Liebe Gemeinde,Palmsonntag – ein Tag voller Freude und Hoffnung. Die Straßen Jerusalems waren voller Menschen. Die Menschen hatten von Jesus gehört – von seinen Wundern, seinen Heilungen und seinen Worten, die die Herzen berührten. Viele hatten erfahren, wie er Kranke gesund machte, wie er ausgestoßene aufrichtete und wie er den Menschen Mut zusprach. Seine Botschaft von Gottes Liebe hatte sich herumgesprochen.Sie jubelten ihm zu, wie man einem...

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Pfarrbrief vom 23. März bis 13. April 2025

Liebe Gemeinde,die erste Lesung aus dem Exodus (Ex 3, 1-15), welche wir am 3. Fastensonntag in der Liturgie hören, ist für mich ein lieb gewordener Text. Seit meinen Studientagen begleitet mich die Erzählung vom brennenden Dornbusch. Es wird ein Got-tesbild geoffenbart, das mich sehr anspricht.Der höfliche GottGott hat mit Moses zu reden. Bevor er sein Anliegen äußert, stellt er sich Mose vor. „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,...

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Pfarrbrief vom 02. bis 23. März 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mit dem Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalszeit erreicht. Die Session endet dann am Aschermittwoch. Sicherlich, die Zeit des Feierns hat erst mal Pause, zumindest sollte das für uns Christen gelten. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.Was ist damit eigentlich gemeint: Fastenzeit? Oder: „Vom Sinn der leeren Schüsseln“ Fasten – nicht zu verwechseln mit Diät oder Schlankhungern –...

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Pfarrbrief vom 09. Februar bis 02. März 2025

Liebe Gemeinde,die Evangelien der kommenden Sonntage sind jedes für sich ein Vorwort wert! Da ist erst einmal der wunderbare Fischfang und die Berufung der ersten Jünger (Lk 5, 1–11), gefolgt von der Feldrede mit den Seligpreisungen (Lk 6, 17.20–26), am 7. Sonntag im Jahreskreis, dem Tag der Bundestagswahl, schließen sich die so genannten Jesu Worte unter anderem zur Feindesliebe an (Lk 6, 27–38). Die letzten Verse des 6. Kapitels folgen dann...

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Pfarrbrief vom 19. Januar bis 09. Februar 2025

Liebe Gemeinde,ich wünsche Ihnen allen ein frohes Neues Jahr.Wir wünschen uns in dieser Zeit ein frohes Neues Jahr, um vielleicht Glück und Hoffnung auszudrücken. Wir hoffen auf ein Jahr mit Erfolgen für uns oder die Familie.Aber können wir in dieser Zeit richtig froh sein? Es passieren Dinge, die mit Freude und Glück nichts zu tun haben – Kriege, Klimakrise und politische Veränderungen lassen Optimismus in Pessimismus umschlagen. Auch vor Ort...

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Pfarrbrief vom 22. Dezember 2024 bis 19. Janaur 2025

Liebe Gemeinde Christ König Emden,… auf Erden ist Friede bei den Menschen, so hören wir in der Weihnachtsbotschaft. Aktuell finden in 92 Länder dieser Erde kriegerische Auseinandersetzungen statt, mehr als je zuvor.Hat der Religionskritiker Karl Marx recht, wenn er die Religion als „das Opium des Volkes“ bezeichnet? Ist unsere Weihnachtsbotschaft nur ein Opiat für die Feiertage?Karl Rahner schreibt in seinen Betrachtungen im „Kleinen...

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Pfarrbrief vom 30. November bis 22. Dezember 2024

Licht in der DunkelheitDie Monate November und Dezember sind die dunkelste Zeit im Jahr. Viele haben Angst vor den dunklen Stunden. Im Advent werden die Tage immer kürzer, die Stunden, in denen es hell ist, immer weniger. Wir brauchen Licht, um uns wohlzufühlen und um gesund zu bleiben. Unser Körper braucht Licht und unsere Seele auch. Der Schöpfer allen Lebens, unser allmächtiger Gott, weiß das. Im Schöpfungsbericht lesen wir: „Und Gott...

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Pfarrbrief vom 10. November bis 01. Dezember 2024

Liebe Gemeinde,Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur zieht sich langsam zurück. Diese stille Jahreszeit bringt natürlich auch Verände-rungen mit sich. Es gibt neue Messdiener in unserer Gemeinschaft, während andere ihren Dienst beenden. So ist auch unser Leben geprägt von Wandel und Neubeginn.Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit bewusst und sinnvoll gestalten können. In dem Evangelium hören wir von einer...

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Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,eine königliche Priesterschaft (1Petr 2,9) –Die Würde des Menschen ist unantastbar.Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Menschenrechte sind un-veräußerlich und stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und wie sie leben.Ihnen zu Grunde liegt die unveräußerliche Würde des Menschen und...

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Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Im Monat Oktober wird in vielen Städten und Kirchengemeinden Erntedank gefeiert. In diesem Zusammenhang sagt vielen von Ihnen, besonders den Älteren und Menschen aus den eher ländlich geprägten Regionen, der Begriff „Kartoffelferien“ noch etwas.Gemeint waren die Herbstferien, die für Kinder auf dem Land, die auf Bau-ernhöfen groß wurden, aber keine wirklichen Ferien waren. Sie mussten mit den Müttern meist...

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Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Gründe, um zu bleiben!Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Zwölf die Frage: „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67). Diese Worte deuten darauf hin, dass bereits viele Menschen ihn verlassen haben. Theologen sprechen in diesem Zusammenhang von der „galiläischen Krise“. Das Wort „Krise“ hat für uns oft einen negativen Beigeschmack, aber Jesus nutzt diesen Moment, um seine Jünger vor eine entscheidende Wahl zu stellen: gehen oder bleiben? Ähnlich...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 21. Dezember 2025 bis 11. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

„Kumm, loss mer fiere, nit lamentiere“, so hören wir in einem Lied der Kölner Gruppe Die Höhner. Im Weihnachtsoratorium von Johann Sabastian Bach klingt es feierlicher: „lasset das Zagen, verbannet die Klage“.

Diese Worte klingen wie ein freundlicher, aber bestimmter Ruf mitten hinein in unsere Zeit. Weihnachten lädt uns ein, die Blickrichtung zu ändern: Weg von dem, was uns beschwert, hin zu dem, was trägt. Nicht, weil Sorgen verschwinden würden, sondern weil Gott selbst in unsere Wirklichkeit kommt – leise, verletzlich, und doch voller Hoffnung.

Gerade an Weihnachten erzählen uns auch vertraute Geschichten davon. In „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ siegt nicht das Klagen über Ungerechtigkeit, sondern der Mut, an das Gute zu glauben. Aschenbrödel wartet nicht nur – sie handelt, vertraut und geht ihren Weg. “Der kleine Lord“ zeigt, wie ein verhärtetes Herz durch kindliche Offenheit und Liebe verwandelt wird. Wo zuvor Kälte und Rückzug herrschten, wächst neues Leben. Und in dem Film „Bach – Ein Weihnachtswunder“ wird erfahrbar, wie aus Mühe und Zweifel etwas Großes entstehen kann, wenn Menschen zusammenstehen.

All diese Geschichten berühren uns, weil sie im Kern das erzählen, was wir an Weihnachten feiern: Gott kommt in die Welt, um uns aus der Enge von Angst und Resignation herauszuführen. Er lädt uns ein, das Zagen zu lassen und die Klage zu verbannen – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Vertrauen. Denn wo Christus geboren wird, da beginnt etwas Neues.

In dem Spielfilm „Bach – Ein Weihnachtswunder“, hören wir Johann Sebastian Bach sagen: „Nach vier Wochen Adventszeit, nach vier Wochen Stille; Der Heiland ist geboren, eine neue Zeit bricht an: Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“.

So möge dieses Weihnachtsfest für uns ein Fest der Hoffnung sein. Ein Fest, an dem wir einander ermutigen, das Gute zu sehen, der Hoffnung zu trauen und das Leben zu feiern.

In diesem Sinn wünsche ich Ihnen und Ihren Familien, auch im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein gesegnetes, frohes Weihnachtsfest.

Georg Pützer

 

Pfarrbrief vom 21. Dezember 2025 bis 11. Januar 2026

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 22. Juni bis 20. Juli 2025

Liebe Gemeinde, die Renovierung unserer Kirche St. Michael ist abgeschlossen. Wenn man heute die Kirche betritt, fällt sofort auf, wie hell, klar und offen sie geworden ist. Aber was man auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht: Hinter diesem Ergebnis stehen viele Menschen, viel Geduld, viele Gespräche und Entscheidungen. Ich habe das im Hintergrund miterlebt, Stück für Stück, manchmal mühsam aber auch mit Vorfreude auf das, was kommen wird....

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Pfarrbrief vom 08. bis 22. Juni 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 18. Mai bis 09. Juni 2025

„Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit“Am 4. Sonntag in der Osterzeit wurde uns das Interesse Christi an uns im Bild des Hirten verkündet. Gott geht unseren Weg in der Geschichte mit.Am 08. Mai wurde unser neuer Papst Leo XIV gewählt. Sein erstes Wort an die wartenden Menschen auf dem Petersplatz und auf der ganzen Welt waren die Worte des auferstandenen Christus: „Der Friede sei mit euch“. Wie notwendig und zerbrechlich die...

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Pfarrbrief vom 4. bis 18. Mai 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 13. April bis 04. Mai 2025

Liebe Gemeinde,Palmsonntag – ein Tag voller Freude und Hoffnung. Die Straßen Jerusalems waren voller Menschen. Die Menschen hatten von Jesus gehört – von seinen Wundern, seinen Heilungen und seinen Worten, die die Herzen berührten. Viele hatten erfahren, wie er Kranke gesund machte, wie er ausgestoßene aufrichtete und wie er den Menschen Mut zusprach. Seine Botschaft von Gottes Liebe hatte sich herumgesprochen.Sie jubelten ihm zu, wie man einem...

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Pfarrbrief vom 23. März bis 13. April 2025

Liebe Gemeinde,die erste Lesung aus dem Exodus (Ex 3, 1-15), welche wir am 3. Fastensonntag in der Liturgie hören, ist für mich ein lieb gewordener Text. Seit meinen Studientagen begleitet mich die Erzählung vom brennenden Dornbusch. Es wird ein Got-tesbild geoffenbart, das mich sehr anspricht.Der höfliche GottGott hat mit Moses zu reden. Bevor er sein Anliegen äußert, stellt er sich Mose vor. „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,...

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Pfarrbrief vom 02. bis 23. März 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mit dem Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalszeit erreicht. Die Session endet dann am Aschermittwoch. Sicherlich, die Zeit des Feierns hat erst mal Pause, zumindest sollte das für uns Christen gelten. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.Was ist damit eigentlich gemeint: Fastenzeit? Oder: „Vom Sinn der leeren Schüsseln“ Fasten – nicht zu verwechseln mit Diät oder Schlankhungern –...

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Pfarrbrief vom 09. Februar bis 02. März 2025

Liebe Gemeinde,die Evangelien der kommenden Sonntage sind jedes für sich ein Vorwort wert! Da ist erst einmal der wunderbare Fischfang und die Berufung der ersten Jünger (Lk 5, 1–11), gefolgt von der Feldrede mit den Seligpreisungen (Lk 6, 17.20–26), am 7. Sonntag im Jahreskreis, dem Tag der Bundestagswahl, schließen sich die so genannten Jesu Worte unter anderem zur Feindesliebe an (Lk 6, 27–38). Die letzten Verse des 6. Kapitels folgen dann...

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Pfarrbrief vom 19. Januar bis 09. Februar 2025

Liebe Gemeinde,ich wünsche Ihnen allen ein frohes Neues Jahr.Wir wünschen uns in dieser Zeit ein frohes Neues Jahr, um vielleicht Glück und Hoffnung auszudrücken. Wir hoffen auf ein Jahr mit Erfolgen für uns oder die Familie.Aber können wir in dieser Zeit richtig froh sein? Es passieren Dinge, die mit Freude und Glück nichts zu tun haben – Kriege, Klimakrise und politische Veränderungen lassen Optimismus in Pessimismus umschlagen. Auch vor Ort...

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Pfarrbrief vom 22. Dezember 2024 bis 19. Janaur 2025

Liebe Gemeinde Christ König Emden,… auf Erden ist Friede bei den Menschen, so hören wir in der Weihnachtsbotschaft. Aktuell finden in 92 Länder dieser Erde kriegerische Auseinandersetzungen statt, mehr als je zuvor.Hat der Religionskritiker Karl Marx recht, wenn er die Religion als „das Opium des Volkes“ bezeichnet? Ist unsere Weihnachtsbotschaft nur ein Opiat für die Feiertage?Karl Rahner schreibt in seinen Betrachtungen im „Kleinen...

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Pfarrbrief vom 30. November bis 22. Dezember 2024

Licht in der DunkelheitDie Monate November und Dezember sind die dunkelste Zeit im Jahr. Viele haben Angst vor den dunklen Stunden. Im Advent werden die Tage immer kürzer, die Stunden, in denen es hell ist, immer weniger. Wir brauchen Licht, um uns wohlzufühlen und um gesund zu bleiben. Unser Körper braucht Licht und unsere Seele auch. Der Schöpfer allen Lebens, unser allmächtiger Gott, weiß das. Im Schöpfungsbericht lesen wir: „Und Gott...

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Pfarrbrief vom 10. November bis 01. Dezember 2024

Liebe Gemeinde,Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur zieht sich langsam zurück. Diese stille Jahreszeit bringt natürlich auch Verände-rungen mit sich. Es gibt neue Messdiener in unserer Gemeinschaft, während andere ihren Dienst beenden. So ist auch unser Leben geprägt von Wandel und Neubeginn.Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit bewusst und sinnvoll gestalten können. In dem Evangelium hören wir von einer...

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Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,eine königliche Priesterschaft (1Petr 2,9) –Die Würde des Menschen ist unantastbar.Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Menschenrechte sind un-veräußerlich und stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und wie sie leben.Ihnen zu Grunde liegt die unveräußerliche Würde des Menschen und...

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Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Im Monat Oktober wird in vielen Städten und Kirchengemeinden Erntedank gefeiert. In diesem Zusammenhang sagt vielen von Ihnen, besonders den Älteren und Menschen aus den eher ländlich geprägten Regionen, der Begriff „Kartoffelferien“ noch etwas.Gemeint waren die Herbstferien, die für Kinder auf dem Land, die auf Bau-ernhöfen groß wurden, aber keine wirklichen Ferien waren. Sie mussten mit den Müttern meist...

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Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Gründe, um zu bleiben!Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Zwölf die Frage: „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67). Diese Worte deuten darauf hin, dass bereits viele Menschen ihn verlassen haben. Theologen sprechen in diesem Zusammenhang von der „galiläischen Krise“. Das Wort „Krise“ hat für uns oft einen negativen Beigeschmack, aber Jesus nutzt diesen Moment, um seine Jünger vor eine entscheidende Wahl zu stellen: gehen oder bleiben? Ähnlich...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 23. November bis 21. Dezember 2025

Liebe Gemeinde, liebe Gäste!

An diesem Sonntag endet mit unserem Patronatsfest das Kirchenjahr und mit dem 1. Advent steht das neue schon vor der Tür – Ende und Beginn.

Dass in dieser Jahreszeit vieles zu Ende geht, sehen wir in diesen herbstlichen Tagen in der Natur. Bäume lassen ihre Blätter los, die Zwiebeln der Narzissen und Schneeglöckchen warten auf die wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings, Stauden ziehen sich in Ihre Wurzeln zurück.

Hätten Christinnen und Christen nicht auch allen Grund sich zurückzuziehen? Der Bedeutungs- und Glaubwürdigkeitsverlust der Kirchen in unserer Gesellschaft, die erlahmenden Anstrengungen zur Bewahrung der Schöpfung angesichts der fortschreitenden Klimakrise und leider ließe sich diese Aufzählung noch fortsetzen. Was können wir, was kann ich da schon tun, könnte die resignierte Frage lauten.

Doch in die scheinbare Hoffnungs- und Aussichtslosigkeit unserer Welt hinein strahlt die Geburt des Retters der Welt. Gott wurde Mensch!

Daran erinnert uns die erste Kerze des Adventskranzes. Schon diese eine Kerze lässt die Dunkelheit erträglich werden. In der Erinnerung an die Geburt Jesu, des Heilands und Erlösers steckt die Quelle der Kraft aufzubrechen. Nicht zu verzagen, sondern hoffnungsvoll den Blick in die Zukunft zu richten, allem Dunklen, allen Problemen und allem Schweren zum Trotz.

Um noch einmal auf der Natur zurückzukommen: In diesen trüben Tagen entfalten die Christrosen in meinem Garten ihre ersten Blüten.

Aufbrechen im Herbst?! Ja, bitte.

Lassen wir uns ermutigen von den Lichtern des Advents. So können wir gestärkt und mit wachem Blick kleine und große Hoffnungszeichen des Aufbruchs finden in der Welt, in der Kirche, in unserer Stadt und in unserer Gemeinde.

Gehen wir erwartungsvoll in das neue Kirchenjahr!

Mit herzlichen Grüßen

Cornelia Dicke

Pfarrbrief vom 23. November bis 21. Dezember 2025

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 22. Juni bis 20. Juli 2025

Liebe Gemeinde, die Renovierung unserer Kirche St. Michael ist abgeschlossen. Wenn man heute die Kirche betritt, fällt sofort auf, wie hell, klar und offen sie geworden ist. Aber was man auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht: Hinter diesem Ergebnis stehen viele Menschen, viel Geduld, viele Gespräche und Entscheidungen. Ich habe das im Hintergrund miterlebt, Stück für Stück, manchmal mühsam aber auch mit Vorfreude auf das, was kommen wird....

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Pfarrbrief vom 08. bis 22. Juni 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 18. Mai bis 09. Juni 2025

„Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit“Am 4. Sonntag in der Osterzeit wurde uns das Interesse Christi an uns im Bild des Hirten verkündet. Gott geht unseren Weg in der Geschichte mit.Am 08. Mai wurde unser neuer Papst Leo XIV gewählt. Sein erstes Wort an die wartenden Menschen auf dem Petersplatz und auf der ganzen Welt waren die Worte des auferstandenen Christus: „Der Friede sei mit euch“. Wie notwendig und zerbrechlich die...

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Pfarrbrief vom 4. bis 18. Mai 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 13. April bis 04. Mai 2025

Liebe Gemeinde,Palmsonntag – ein Tag voller Freude und Hoffnung. Die Straßen Jerusalems waren voller Menschen. Die Menschen hatten von Jesus gehört – von seinen Wundern, seinen Heilungen und seinen Worten, die die Herzen berührten. Viele hatten erfahren, wie er Kranke gesund machte, wie er ausgestoßene aufrichtete und wie er den Menschen Mut zusprach. Seine Botschaft von Gottes Liebe hatte sich herumgesprochen.Sie jubelten ihm zu, wie man einem...

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Pfarrbrief vom 23. März bis 13. April 2025

Liebe Gemeinde,die erste Lesung aus dem Exodus (Ex 3, 1-15), welche wir am 3. Fastensonntag in der Liturgie hören, ist für mich ein lieb gewordener Text. Seit meinen Studientagen begleitet mich die Erzählung vom brennenden Dornbusch. Es wird ein Got-tesbild geoffenbart, das mich sehr anspricht.Der höfliche GottGott hat mit Moses zu reden. Bevor er sein Anliegen äußert, stellt er sich Mose vor. „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,...

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Pfarrbrief vom 02. bis 23. März 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mit dem Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalszeit erreicht. Die Session endet dann am Aschermittwoch. Sicherlich, die Zeit des Feierns hat erst mal Pause, zumindest sollte das für uns Christen gelten. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.Was ist damit eigentlich gemeint: Fastenzeit? Oder: „Vom Sinn der leeren Schüsseln“ Fasten – nicht zu verwechseln mit Diät oder Schlankhungern –...

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Pfarrbrief vom 09. Februar bis 02. März 2025

Liebe Gemeinde,die Evangelien der kommenden Sonntage sind jedes für sich ein Vorwort wert! Da ist erst einmal der wunderbare Fischfang und die Berufung der ersten Jünger (Lk 5, 1–11), gefolgt von der Feldrede mit den Seligpreisungen (Lk 6, 17.20–26), am 7. Sonntag im Jahreskreis, dem Tag der Bundestagswahl, schließen sich die so genannten Jesu Worte unter anderem zur Feindesliebe an (Lk 6, 27–38). Die letzten Verse des 6. Kapitels folgen dann...

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Pfarrbrief vom 19. Januar bis 09. Februar 2025

Liebe Gemeinde,ich wünsche Ihnen allen ein frohes Neues Jahr.Wir wünschen uns in dieser Zeit ein frohes Neues Jahr, um vielleicht Glück und Hoffnung auszudrücken. Wir hoffen auf ein Jahr mit Erfolgen für uns oder die Familie.Aber können wir in dieser Zeit richtig froh sein? Es passieren Dinge, die mit Freude und Glück nichts zu tun haben – Kriege, Klimakrise und politische Veränderungen lassen Optimismus in Pessimismus umschlagen. Auch vor Ort...

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Pfarrbrief vom 22. Dezember 2024 bis 19. Janaur 2025

Liebe Gemeinde Christ König Emden,… auf Erden ist Friede bei den Menschen, so hören wir in der Weihnachtsbotschaft. Aktuell finden in 92 Länder dieser Erde kriegerische Auseinandersetzungen statt, mehr als je zuvor.Hat der Religionskritiker Karl Marx recht, wenn er die Religion als „das Opium des Volkes“ bezeichnet? Ist unsere Weihnachtsbotschaft nur ein Opiat für die Feiertage?Karl Rahner schreibt in seinen Betrachtungen im „Kleinen...

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Pfarrbrief vom 30. November bis 22. Dezember 2024

Licht in der DunkelheitDie Monate November und Dezember sind die dunkelste Zeit im Jahr. Viele haben Angst vor den dunklen Stunden. Im Advent werden die Tage immer kürzer, die Stunden, in denen es hell ist, immer weniger. Wir brauchen Licht, um uns wohlzufühlen und um gesund zu bleiben. Unser Körper braucht Licht und unsere Seele auch. Der Schöpfer allen Lebens, unser allmächtiger Gott, weiß das. Im Schöpfungsbericht lesen wir: „Und Gott...

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Pfarrbrief vom 10. November bis 01. Dezember 2024

Liebe Gemeinde,Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur zieht sich langsam zurück. Diese stille Jahreszeit bringt natürlich auch Verände-rungen mit sich. Es gibt neue Messdiener in unserer Gemeinschaft, während andere ihren Dienst beenden. So ist auch unser Leben geprägt von Wandel und Neubeginn.Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit bewusst und sinnvoll gestalten können. In dem Evangelium hören wir von einer...

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Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,eine königliche Priesterschaft (1Petr 2,9) –Die Würde des Menschen ist unantastbar.Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Menschenrechte sind un-veräußerlich und stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und wie sie leben.Ihnen zu Grunde liegt die unveräußerliche Würde des Menschen und...

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Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Im Monat Oktober wird in vielen Städten und Kirchengemeinden Erntedank gefeiert. In diesem Zusammenhang sagt vielen von Ihnen, besonders den Älteren und Menschen aus den eher ländlich geprägten Regionen, der Begriff „Kartoffelferien“ noch etwas.Gemeint waren die Herbstferien, die für Kinder auf dem Land, die auf Bau-ernhöfen groß wurden, aber keine wirklichen Ferien waren. Sie mussten mit den Müttern meist...

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Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Gründe, um zu bleiben!Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Zwölf die Frage: „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67). Diese Worte deuten darauf hin, dass bereits viele Menschen ihn verlassen haben. Theologen sprechen in diesem Zusammenhang von der „galiläischen Krise“. Das Wort „Krise“ hat für uns oft einen negativen Beigeschmack, aber Jesus nutzt diesen Moment, um seine Jünger vor eine entscheidende Wahl zu stellen: gehen oder bleiben? Ähnlich...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 02. bis 23. November 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!
Der Monat November, der vor uns liegt, ist geprägt von Gedenktagen. An diesem Wochenende wird der Heiligen und der Verstorbenen der Kirchengemeinde gedacht. Mit dem folgenden Volkstrauertag wird an die vielen Opfer der Kriege erinnert. Somit ist dieser Monat für viele Menschen von Weinen geprägt und bedrückt oftmals. Aber dieser Monat birgt auch Lachen und Strahlen in sich, wenn man sich von der Natur, von Gottes Schöpfung inspirieren lässt. Das Gedicht „Lachen und Weinen“ von Maria Sassin bringt das sehr schön ins Bild. Dieses Gedicht möchte ich Ihnen mit auf den Weg in den Monat November geben.
„Lachen und Weinen“
Die Sonne im November lacht, letzte Blätter leuchten bunt, oh Gott, welch wundervolle Pracht, es singe Lob ein jeder Mund.

Silberdunst auf Morgenweiden erfüllt das Herz mit stillem Glück; die Größe macht mich ganz bescheiden – der Himmel strahlt, ich strahl‘ zurück.

Es folgen kalte Regentage. Im Frost erstarrt das letzte Blatt. Grau und Schwarz droht manche Frage, doch hofft, wer Gott zum Freunde hat.

Für alles gibt es Lebenszeiten, nicht immer kann die Sonne scheinen, doch Er geht mit durch alles Leiden. so folgt stets Lachen auf das Weinen.

Ihnen/euch allen einen schönen Sonntag und eine gute Zeit im November.

Schöne Grüße
Diakon Stephan Fielers

 

Pfarrbrief vom 02. bis 23. November 2025

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 22. Juni bis 20. Juli 2025

Liebe Gemeinde, die Renovierung unserer Kirche St. Michael ist abgeschlossen. Wenn man heute die Kirche betritt, fällt sofort auf, wie hell, klar und offen sie geworden ist. Aber was man auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht: Hinter diesem Ergebnis stehen viele Menschen, viel Geduld, viele Gespräche und Entscheidungen. Ich habe das im Hintergrund miterlebt, Stück für Stück, manchmal mühsam aber auch mit Vorfreude auf das, was kommen wird....

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Pfarrbrief vom 08. bis 22. Juni 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 18. Mai bis 09. Juni 2025

„Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit“Am 4. Sonntag in der Osterzeit wurde uns das Interesse Christi an uns im Bild des Hirten verkündet. Gott geht unseren Weg in der Geschichte mit.Am 08. Mai wurde unser neuer Papst Leo XIV gewählt. Sein erstes Wort an die wartenden Menschen auf dem Petersplatz und auf der ganzen Welt waren die Worte des auferstandenen Christus: „Der Friede sei mit euch“. Wie notwendig und zerbrechlich die...

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Pfarrbrief vom 4. bis 18. Mai 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 13. April bis 04. Mai 2025

Liebe Gemeinde,Palmsonntag – ein Tag voller Freude und Hoffnung. Die Straßen Jerusalems waren voller Menschen. Die Menschen hatten von Jesus gehört – von seinen Wundern, seinen Heilungen und seinen Worten, die die Herzen berührten. Viele hatten erfahren, wie er Kranke gesund machte, wie er ausgestoßene aufrichtete und wie er den Menschen Mut zusprach. Seine Botschaft von Gottes Liebe hatte sich herumgesprochen.Sie jubelten ihm zu, wie man einem...

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Pfarrbrief vom 23. März bis 13. April 2025

Liebe Gemeinde,die erste Lesung aus dem Exodus (Ex 3, 1-15), welche wir am 3. Fastensonntag in der Liturgie hören, ist für mich ein lieb gewordener Text. Seit meinen Studientagen begleitet mich die Erzählung vom brennenden Dornbusch. Es wird ein Got-tesbild geoffenbart, das mich sehr anspricht.Der höfliche GottGott hat mit Moses zu reden. Bevor er sein Anliegen äußert, stellt er sich Mose vor. „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,...

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Pfarrbrief vom 02. bis 23. März 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mit dem Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalszeit erreicht. Die Session endet dann am Aschermittwoch. Sicherlich, die Zeit des Feierns hat erst mal Pause, zumindest sollte das für uns Christen gelten. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.Was ist damit eigentlich gemeint: Fastenzeit? Oder: „Vom Sinn der leeren Schüsseln“ Fasten – nicht zu verwechseln mit Diät oder Schlankhungern –...

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Pfarrbrief vom 09. Februar bis 02. März 2025

Liebe Gemeinde,die Evangelien der kommenden Sonntage sind jedes für sich ein Vorwort wert! Da ist erst einmal der wunderbare Fischfang und die Berufung der ersten Jünger (Lk 5, 1–11), gefolgt von der Feldrede mit den Seligpreisungen (Lk 6, 17.20–26), am 7. Sonntag im Jahreskreis, dem Tag der Bundestagswahl, schließen sich die so genannten Jesu Worte unter anderem zur Feindesliebe an (Lk 6, 27–38). Die letzten Verse des 6. Kapitels folgen dann...

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Pfarrbrief vom 19. Januar bis 09. Februar 2025

Liebe Gemeinde,ich wünsche Ihnen allen ein frohes Neues Jahr.Wir wünschen uns in dieser Zeit ein frohes Neues Jahr, um vielleicht Glück und Hoffnung auszudrücken. Wir hoffen auf ein Jahr mit Erfolgen für uns oder die Familie.Aber können wir in dieser Zeit richtig froh sein? Es passieren Dinge, die mit Freude und Glück nichts zu tun haben – Kriege, Klimakrise und politische Veränderungen lassen Optimismus in Pessimismus umschlagen. Auch vor Ort...

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Pfarrbrief vom 22. Dezember 2024 bis 19. Janaur 2025

Liebe Gemeinde Christ König Emden,… auf Erden ist Friede bei den Menschen, so hören wir in der Weihnachtsbotschaft. Aktuell finden in 92 Länder dieser Erde kriegerische Auseinandersetzungen statt, mehr als je zuvor.Hat der Religionskritiker Karl Marx recht, wenn er die Religion als „das Opium des Volkes“ bezeichnet? Ist unsere Weihnachtsbotschaft nur ein Opiat für die Feiertage?Karl Rahner schreibt in seinen Betrachtungen im „Kleinen...

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Pfarrbrief vom 30. November bis 22. Dezember 2024

Licht in der DunkelheitDie Monate November und Dezember sind die dunkelste Zeit im Jahr. Viele haben Angst vor den dunklen Stunden. Im Advent werden die Tage immer kürzer, die Stunden, in denen es hell ist, immer weniger. Wir brauchen Licht, um uns wohlzufühlen und um gesund zu bleiben. Unser Körper braucht Licht und unsere Seele auch. Der Schöpfer allen Lebens, unser allmächtiger Gott, weiß das. Im Schöpfungsbericht lesen wir: „Und Gott...

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Pfarrbrief vom 10. November bis 01. Dezember 2024

Liebe Gemeinde,Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur zieht sich langsam zurück. Diese stille Jahreszeit bringt natürlich auch Verände-rungen mit sich. Es gibt neue Messdiener in unserer Gemeinschaft, während andere ihren Dienst beenden. So ist auch unser Leben geprägt von Wandel und Neubeginn.Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit bewusst und sinnvoll gestalten können. In dem Evangelium hören wir von einer...

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Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,eine königliche Priesterschaft (1Petr 2,9) –Die Würde des Menschen ist unantastbar.Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Menschenrechte sind un-veräußerlich und stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und wie sie leben.Ihnen zu Grunde liegt die unveräußerliche Würde des Menschen und...

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Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Im Monat Oktober wird in vielen Städten und Kirchengemeinden Erntedank gefeiert. In diesem Zusammenhang sagt vielen von Ihnen, besonders den Älteren und Menschen aus den eher ländlich geprägten Regionen, der Begriff „Kartoffelferien“ noch etwas.Gemeint waren die Herbstferien, die für Kinder auf dem Land, die auf Bau-ernhöfen groß wurden, aber keine wirklichen Ferien waren. Sie mussten mit den Müttern meist...

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Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Gründe, um zu bleiben!Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Zwölf die Frage: „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67). Diese Worte deuten darauf hin, dass bereits viele Menschen ihn verlassen haben. Theologen sprechen in diesem Zusammenhang von der „galiläischen Krise“. Das Wort „Krise“ hat für uns oft einen negativen Beigeschmack, aber Jesus nutzt diesen Moment, um seine Jünger vor eine entscheidende Wahl zu stellen: gehen oder bleiben? Ähnlich...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 12. Oktober bis 02. November 2025

Liebe Leserinnen und Leser,
seit Anfang des Jahres befindet sich unser Bistum Osnabrück im sogenannten Transformations- und Konsolidierungsprozess. Rapide sinkende Zahlen von hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern und fehlende finanzielle Mittel machen diesen Prozess nötig. Es geht um die Frage, wie wir vor Ort unsere Zukunft als Gemeinde gestalten können.
Ende September haben wir in Leer in einer Auftaktveranstaltung den Dekanatsprozess begonnen. Viele Haupt- und Ehrenamtliche, sowie Mitglieder der Bistumsleitung und des Generalvikariates waren anwesend.
Bischof Dominicus hat im letzten Jahr die Dekanate unseres Bistums besucht und dabei festgestellt, wie unterschiedlich die Situation in den jeweiligen Dekanaten ist. Er ist der Überzeugung, dass nur wir vor Ort wissen und entdecken können, was wir brauchen, um als Gemeinde die Gegenwart und Zukunft zu gestalten.
Er ermuntert alles auf den Prüfstand zu stellen; Anzahl der Gebäude, Aktionen ….. .
Der Weg, den wir in die Zukunft gehen werden und gestalten, ist sicher mit Anstrengung und auch Enttäuschung verbunden. Fertige Lösungen gibt es nicht. Der Ermutigung des Bischofs, vor Ort zu schauen, ist für mich ein Weg, der Perspektiven zulässt und nicht einengt.
Wir in unserer Gemeinde Christ König sind schon ein gutes Stück dieses Weges gegangen. Durch die Profanierung der Kapelle in Pewsum, der Kirche St. Walburga und den Verkauf der Grundstücke haben wir den Prozess Gebäudekonzeption schon vollzogen.
Ich möchte Sie alle ermutigen, Gottes Zusage zu trauen, dass wir Gemeinschaft von Christinnen und Christen eine lebendige Zukunft ha-ben. Gestalten wir sie!
Georg Pützer

 

 

Pfarrbrief vom 12. Oktober bis 02. November 2025

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 22. Juni bis 20. Juli 2025

Liebe Gemeinde, die Renovierung unserer Kirche St. Michael ist abgeschlossen. Wenn man heute die Kirche betritt, fällt sofort auf, wie hell, klar und offen sie geworden ist. Aber was man auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht: Hinter diesem Ergebnis stehen viele Menschen, viel Geduld, viele Gespräche und Entscheidungen. Ich habe das im Hintergrund miterlebt, Stück für Stück, manchmal mühsam aber auch mit Vorfreude auf das, was kommen wird....

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Pfarrbrief vom 08. bis 22. Juni 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 18. Mai bis 09. Juni 2025

„Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit“Am 4. Sonntag in der Osterzeit wurde uns das Interesse Christi an uns im Bild des Hirten verkündet. Gott geht unseren Weg in der Geschichte mit.Am 08. Mai wurde unser neuer Papst Leo XIV gewählt. Sein erstes Wort an die wartenden Menschen auf dem Petersplatz und auf der ganzen Welt waren die Worte des auferstandenen Christus: „Der Friede sei mit euch“. Wie notwendig und zerbrechlich die...

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Pfarrbrief vom 4. bis 18. Mai 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 13. April bis 04. Mai 2025

Liebe Gemeinde,Palmsonntag – ein Tag voller Freude und Hoffnung. Die Straßen Jerusalems waren voller Menschen. Die Menschen hatten von Jesus gehört – von seinen Wundern, seinen Heilungen und seinen Worten, die die Herzen berührten. Viele hatten erfahren, wie er Kranke gesund machte, wie er ausgestoßene aufrichtete und wie er den Menschen Mut zusprach. Seine Botschaft von Gottes Liebe hatte sich herumgesprochen.Sie jubelten ihm zu, wie man einem...

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Pfarrbrief vom 23. März bis 13. April 2025

Liebe Gemeinde,die erste Lesung aus dem Exodus (Ex 3, 1-15), welche wir am 3. Fastensonntag in der Liturgie hören, ist für mich ein lieb gewordener Text. Seit meinen Studientagen begleitet mich die Erzählung vom brennenden Dornbusch. Es wird ein Got-tesbild geoffenbart, das mich sehr anspricht.Der höfliche GottGott hat mit Moses zu reden. Bevor er sein Anliegen äußert, stellt er sich Mose vor. „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,...

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Pfarrbrief vom 02. bis 23. März 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mit dem Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalszeit erreicht. Die Session endet dann am Aschermittwoch. Sicherlich, die Zeit des Feierns hat erst mal Pause, zumindest sollte das für uns Christen gelten. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.Was ist damit eigentlich gemeint: Fastenzeit? Oder: „Vom Sinn der leeren Schüsseln“ Fasten – nicht zu verwechseln mit Diät oder Schlankhungern –...

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Pfarrbrief vom 09. Februar bis 02. März 2025

Liebe Gemeinde,die Evangelien der kommenden Sonntage sind jedes für sich ein Vorwort wert! Da ist erst einmal der wunderbare Fischfang und die Berufung der ersten Jünger (Lk 5, 1–11), gefolgt von der Feldrede mit den Seligpreisungen (Lk 6, 17.20–26), am 7. Sonntag im Jahreskreis, dem Tag der Bundestagswahl, schließen sich die so genannten Jesu Worte unter anderem zur Feindesliebe an (Lk 6, 27–38). Die letzten Verse des 6. Kapitels folgen dann...

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Pfarrbrief vom 19. Januar bis 09. Februar 2025

Liebe Gemeinde,ich wünsche Ihnen allen ein frohes Neues Jahr.Wir wünschen uns in dieser Zeit ein frohes Neues Jahr, um vielleicht Glück und Hoffnung auszudrücken. Wir hoffen auf ein Jahr mit Erfolgen für uns oder die Familie.Aber können wir in dieser Zeit richtig froh sein? Es passieren Dinge, die mit Freude und Glück nichts zu tun haben – Kriege, Klimakrise und politische Veränderungen lassen Optimismus in Pessimismus umschlagen. Auch vor Ort...

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Pfarrbrief vom 22. Dezember 2024 bis 19. Janaur 2025

Liebe Gemeinde Christ König Emden,… auf Erden ist Friede bei den Menschen, so hören wir in der Weihnachtsbotschaft. Aktuell finden in 92 Länder dieser Erde kriegerische Auseinandersetzungen statt, mehr als je zuvor.Hat der Religionskritiker Karl Marx recht, wenn er die Religion als „das Opium des Volkes“ bezeichnet? Ist unsere Weihnachtsbotschaft nur ein Opiat für die Feiertage?Karl Rahner schreibt in seinen Betrachtungen im „Kleinen...

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Licht in der DunkelheitDie Monate November und Dezember sind die dunkelste Zeit im Jahr. Viele haben Angst vor den dunklen Stunden. Im Advent werden die Tage immer kürzer, die Stunden, in denen es hell ist, immer weniger. Wir brauchen Licht, um uns wohlzufühlen und um gesund zu bleiben. Unser Körper braucht Licht und unsere Seele auch. Der Schöpfer allen Lebens, unser allmächtiger Gott, weiß das. Im Schöpfungsbericht lesen wir: „Und Gott...

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Liebe Gemeinde,Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur zieht sich langsam zurück. Diese stille Jahreszeit bringt natürlich auch Verände-rungen mit sich. Es gibt neue Messdiener in unserer Gemeinschaft, während andere ihren Dienst beenden. So ist auch unser Leben geprägt von Wandel und Neubeginn.Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit bewusst und sinnvoll gestalten können. In dem Evangelium hören wir von einer...

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Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,eine königliche Priesterschaft (1Petr 2,9) –Die Würde des Menschen ist unantastbar.Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Menschenrechte sind un-veräußerlich und stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und wie sie leben.Ihnen zu Grunde liegt die unveräußerliche Würde des Menschen und...

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Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Im Monat Oktober wird in vielen Städten und Kirchengemeinden Erntedank gefeiert. In diesem Zusammenhang sagt vielen von Ihnen, besonders den Älteren und Menschen aus den eher ländlich geprägten Regionen, der Begriff „Kartoffelferien“ noch etwas.Gemeint waren die Herbstferien, die für Kinder auf dem Land, die auf Bau-ernhöfen groß wurden, aber keine wirklichen Ferien waren. Sie mussten mit den Müttern meist...

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Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Gründe, um zu bleiben!Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Zwölf die Frage: „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67). Diese Worte deuten darauf hin, dass bereits viele Menschen ihn verlassen haben. Theologen sprechen in diesem Zusammenhang von der „galiläischen Krise“. Das Wort „Krise“ hat für uns oft einen negativen Beigeschmack, aber Jesus nutzt diesen Moment, um seine Jünger vor eine entscheidende Wahl zu stellen: gehen oder bleiben? Ähnlich...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026

Pfarrbrief vom 21. September bis 12. Oktober 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!

 „Da kann ja jeder kommen – Caritas öffnet Türen“

 Caritas öffnet Türen – das ist mehr als nur ein Motto. Es ist eine Haltung. Türen öffnen bedeutet, Platz zu machen für Menschen mit ihren Sorgen, Hoffnungen und Geschichten. Türen öffnen heißt: Jede und jeder ist willkommen – ohne Unterschied, ohne Vorbehalt. Da kann wirklich jeder kommen – und soll es auch.

 Am Caritassonntag feiern wir diese Offenheit. Wir machen sichtbar, dass Nächstenliebe nicht an der Schwelle stehen bleibt, sondern weiterführt: hinein ins Gespräch, in die Hilfe, in die Gemeinschaft. So wird Caritas lebendig – in unseren Gemeinden, in unseren Einrichtungen und überall dort, wo Menschen einander die Tür aufhalten.

 Ich freue mich sehr, dass wir diesen besonderen Tag miteinander begehen dürfen. Der Caritassonntag lädt uns ein, die offene Tür der Caritas und der Kirche gemeinsam zu erleben – im Hören auf Gottes Wort, im Gebet und in der Begegnung miteinander.

 Ihnen eine gute Woche und herzliche Grüße

 Susanne Rötgert

Geschäftsführung Caritasverband Ostfriesland 

 

 

Pfarrbrief vom 21. September bis 12. Oktober 2025

Pfarrbrief archiv

Pfarrbrief vom 22. Juni bis 20. Juli 2025

Liebe Gemeinde, die Renovierung unserer Kirche St. Michael ist abgeschlossen. Wenn man heute die Kirche betritt, fällt sofort auf, wie hell, klar und offen sie geworden ist. Aber was man auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht: Hinter diesem Ergebnis stehen viele Menschen, viel Geduld, viele Gespräche und Entscheidungen. Ich habe das im Hintergrund miterlebt, Stück für Stück, manchmal mühsam aber auch mit Vorfreude auf das, was kommen wird....

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Pfarrbrief vom 08. bis 22. Juni 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 18. Mai bis 09. Juni 2025

„Sein wandernd Volk will leiten der Herr in dieser Zeit“Am 4. Sonntag in der Osterzeit wurde uns das Interesse Christi an uns im Bild des Hirten verkündet. Gott geht unseren Weg in der Geschichte mit.Am 08. Mai wurde unser neuer Papst Leo XIV gewählt. Sein erstes Wort an die wartenden Menschen auf dem Petersplatz und auf der ganzen Welt waren die Worte des auferstandenen Christus: „Der Friede sei mit euch“. Wie notwendig und zerbrechlich die...

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Pfarrbrief vom 4. bis 18. Mai 2025

Liebe Gemeinde,„Voll der Würde“ lautet das diesjährige Motto der Renovabis-Pfingstaktion. Ebenso wie die Sternsinger- und die Misereoraktion stellt auch die Solidaritätsak-tion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa die dem Menschen von Gott verliehene Würde in den Mittelpunkt.In unserer Zeit ein äußerst wichtiges Thema! Wird doch die Würde der Person in vielen Teilen der Welt an den Rand gedrängt, ist gefährdet...

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Pfarrbrief vom 13. April bis 04. Mai 2025

Liebe Gemeinde,Palmsonntag – ein Tag voller Freude und Hoffnung. Die Straßen Jerusalems waren voller Menschen. Die Menschen hatten von Jesus gehört – von seinen Wundern, seinen Heilungen und seinen Worten, die die Herzen berührten. Viele hatten erfahren, wie er Kranke gesund machte, wie er ausgestoßene aufrichtete und wie er den Menschen Mut zusprach. Seine Botschaft von Gottes Liebe hatte sich herumgesprochen.Sie jubelten ihm zu, wie man einem...

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Pfarrbrief vom 23. März bis 13. April 2025

Liebe Gemeinde,die erste Lesung aus dem Exodus (Ex 3, 1-15), welche wir am 3. Fastensonntag in der Liturgie hören, ist für mich ein lieb gewordener Text. Seit meinen Studientagen begleitet mich die Erzählung vom brennenden Dornbusch. Es wird ein Got-tesbild geoffenbart, das mich sehr anspricht.Der höfliche GottGott hat mit Moses zu reden. Bevor er sein Anliegen äußert, stellt er sich Mose vor. „Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams,...

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Pfarrbrief vom 02. bis 23. März 2025

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Mit dem Rosenmontag ist der Höhepunkt der Karnevalszeit erreicht. Die Session endet dann am Aschermittwoch. Sicherlich, die Zeit des Feierns hat erst mal Pause, zumindest sollte das für uns Christen gelten. Denn mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit.Was ist damit eigentlich gemeint: Fastenzeit? Oder: „Vom Sinn der leeren Schüsseln“ Fasten – nicht zu verwechseln mit Diät oder Schlankhungern –...

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Pfarrbrief vom 09. Februar bis 02. März 2025

Liebe Gemeinde,die Evangelien der kommenden Sonntage sind jedes für sich ein Vorwort wert! Da ist erst einmal der wunderbare Fischfang und die Berufung der ersten Jünger (Lk 5, 1–11), gefolgt von der Feldrede mit den Seligpreisungen (Lk 6, 17.20–26), am 7. Sonntag im Jahreskreis, dem Tag der Bundestagswahl, schließen sich die so genannten Jesu Worte unter anderem zur Feindesliebe an (Lk 6, 27–38). Die letzten Verse des 6. Kapitels folgen dann...

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Pfarrbrief vom 19. Januar bis 09. Februar 2025

Liebe Gemeinde,ich wünsche Ihnen allen ein frohes Neues Jahr.Wir wünschen uns in dieser Zeit ein frohes Neues Jahr, um vielleicht Glück und Hoffnung auszudrücken. Wir hoffen auf ein Jahr mit Erfolgen für uns oder die Familie.Aber können wir in dieser Zeit richtig froh sein? Es passieren Dinge, die mit Freude und Glück nichts zu tun haben – Kriege, Klimakrise und politische Veränderungen lassen Optimismus in Pessimismus umschlagen. Auch vor Ort...

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Pfarrbrief vom 22. Dezember 2024 bis 19. Janaur 2025

Liebe Gemeinde Christ König Emden,… auf Erden ist Friede bei den Menschen, so hören wir in der Weihnachtsbotschaft. Aktuell finden in 92 Länder dieser Erde kriegerische Auseinandersetzungen statt, mehr als je zuvor.Hat der Religionskritiker Karl Marx recht, wenn er die Religion als „das Opium des Volkes“ bezeichnet? Ist unsere Weihnachtsbotschaft nur ein Opiat für die Feiertage?Karl Rahner schreibt in seinen Betrachtungen im „Kleinen...

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Pfarrbrief vom 30. November bis 22. Dezember 2024

Licht in der DunkelheitDie Monate November und Dezember sind die dunkelste Zeit im Jahr. Viele haben Angst vor den dunklen Stunden. Im Advent werden die Tage immer kürzer, die Stunden, in denen es hell ist, immer weniger. Wir brauchen Licht, um uns wohlzufühlen und um gesund zu bleiben. Unser Körper braucht Licht und unsere Seele auch. Der Schöpfer allen Lebens, unser allmächtiger Gott, weiß das. Im Schöpfungsbericht lesen wir: „Und Gott...

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Pfarrbrief vom 10. November bis 01. Dezember 2024

Liebe Gemeinde,Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur zieht sich langsam zurück. Diese stille Jahreszeit bringt natürlich auch Verände-rungen mit sich. Es gibt neue Messdiener in unserer Gemeinschaft, während andere ihren Dienst beenden. So ist auch unser Leben geprägt von Wandel und Neubeginn.Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir die kommende Zeit bewusst und sinnvoll gestalten können. In dem Evangelium hören wir von einer...

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Pfarrbrief vom 20. Oktober bis 10. November 2024

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht,eine königliche Priesterschaft (1Petr 2,9) –Die Würde des Menschen ist unantastbar.Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in der UN-Generalversammlung verabschiedet. Diese Menschenrechte sind un-veräußerlich und stehen allen Menschen zu, unabhängig davon, wo sie leben und wie sie leben.Ihnen zu Grunde liegt die unveräußerliche Würde des Menschen und...

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Pfarrbrief vom 29. September bis 20. Oktober 2024

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste!Im Monat Oktober wird in vielen Städten und Kirchengemeinden Erntedank gefeiert. In diesem Zusammenhang sagt vielen von Ihnen, besonders den Älteren und Menschen aus den eher ländlich geprägten Regionen, der Begriff „Kartoffelferien“ noch etwas.Gemeint waren die Herbstferien, die für Kinder auf dem Land, die auf Bau-ernhöfen groß wurden, aber keine wirklichen Ferien waren. Sie mussten mit den Müttern meist...

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Pfarrbrief vom 25. August bis 29. September 2024

Gründe, um zu bleiben!Im heutigen Evangelium stellt Jesus den Zwölf die Frage: „Wollt auch ihr weggehen?“ (Joh 6,67). Diese Worte deuten darauf hin, dass bereits viele Menschen ihn verlassen haben. Theologen sprechen in diesem Zusammenhang von der „galiläischen Krise“. Das Wort „Krise“ hat für uns oft einen negativen Beigeschmack, aber Jesus nutzt diesen Moment, um seine Jünger vor eine entscheidende Wahl zu stellen: gehen oder bleiben? Ähnlich...

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Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

die Geschichte der Emmausjünger hat für mich und für mein Leben eine zentrale Bedeutung. „Auf dem Weg sein“, so kann man wohl die Situa-tion von uns Menschen umschreiben. Nichts ist fest, alles ist letztend-lich Veränderungen unterworfen.
Der Glaube an Gott, so habe ich es erfahren, ist keine Konstante, son-dern lebendiger Dialog. So wie ein Weg durch unterschiedliche Land-schaft führt, so verändert sich mein Weg mit Gott. Zeiten, wo ich Gott als Quelle meines Lebens erfahre, wechseln mit Zeiten der Wüste. Die Emmausgeschichte berichtet von Zweifel, Mutlosigkeit und Fragen, aber auch von der Begegnung mit dem Auferstandenen. Ich fühle mich gut aufgehoben in der Weggeschichte der Emmausjünger.
Die Jünger haben Schwierigkeiten, an die Auferstehung Jesu zu glau-ben. Dabei haben sie Berichte aus erster Hand. Die Frauen, die in der Frühe des Ostermorgens am Grab waren und dort von den Engeln die Auferstehungsbotschaft hörten, haben ihre Erlebnisse den Jüngern er-zählt, und einige von ihnen überzeugten sich selbst am Grab von der Wahrheit dieser Berichte.
Wäre all das nicht Grund genug zu glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist? Für die beiden Emmausjünger reicht es nicht aus. Was sie hören, bewirkt genau das Gegenteil: Sie können es nicht glau-ben, sie verlieren alle Hoffnung, für sie ist alles aus. Einzig der Tod Jesu ist für sie eine unumstößliche Tatsache. So kehren sie Jerusalem den Rücken zu, so, als ob sie von Jesus und ihren eigenen Freunden nichts mehr zu erwarten hätten.
An diesem Punkt merkt man, dass die Auferstehungsperikope nicht die exakte Wiedergabe einer einmaligen Begebenheit ist, die sich vor rund zweitausend Jahren irgendwo zwischen Jerusalem und Emmaus abge-spielt hat. Dieses Evangelium spricht von allen, die ihre Erfahrungen mit Glaubenskrisen und Glaubenszweifeln haben. Es spricht von Situ-ationen, in denen man sich vom Glauben abwandte, obwohl andere ganz überzeugt daran festhielten, von Erlebnissen, durch die alle
Hoffnungen zerplatzten, so dass vom eigenen Glauben nur noch Fra-gen und Zweifel übrigblieben.
Aber das Evangelium bleibt nicht dabei stehen. Die Begegnung der Em-mausjünger mit Christus steht für die Erfahrung, dass der Glaube wie-der wächst und sich sogar noch vertieft, dass nach einer Zeit des Fra-gens, der Trauer und der Dunkelheit auch wieder Licht am Horizont auftaucht. Dabei zeigt sich etwas, was wohl alle bestätigen können, die solche Erfahrungen gemacht haben: Wenn der Glaube wiederkommt, dann geht das nur durch persönliche Erfahrungen. Keine Erzählung an-derer und keine noch so guten Überzeugungsversuche können das er-reichen. Glaube braucht den Weg der persönlichen Erfahrung und Be-stätigung. Auch die Emmausjünger kommen nicht durch das Zeugnis anderer, sondern erst durch ihre persönliche Begegnung mit Jesus zum Glauben. Erst die Gewissheit, dass er bei ihnen ist, macht sie stark und lässt sie nach Jerusalem zurücklaufen, obwohl es mitten in der Nacht ist.
Ich wünsche Ihnen im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter un-serer Gemeinde Christ König, dass die Auferstehung Christi für Sie nicht nur eine Feier, sondern eine Erfahrung ihres Lebens ist.
Georg Pützer

Pfarrbrief vom 05. bis 26. April 2026